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Noch eine Woche ist „ruhiges, angenehmes Fahren“, sagt Hans Holzapfel. Seit 30 Jahren ist der jetzt 58-Jährige Busfahrer. Nur in Erlangen — und immer noch mit dem Herzen dabei. Nächste Woche wird es wieder spannend auf den Straßen der Stadt. „Dann beginnt die Schule, und wir Busfahrer müssen darauf achten, dass auch die Schulanfänger in den Bus kommen.“ Die großen Schulkinder nehmen manchmal wenig Rücksicht auf die Kleinen. Und es fahren wieder viele Autos — „und sehr viele Radfahrer“.
Jetzt in der zu Ende gehenden Ferienzeit ist der Verkehr überschaubar, sagt Holzapfel: „Es gibt zwar viele Baustellen und viele Umleitungen, aber relativ wenig Staus und Verspätungen.“
Zehn Jahre im Voraus müssen Busfahrer ihren Urlaub planen. Rund 90 Chauffeure sind in acht Arbeitsgruppen verteilt, den sogenannten Rotten. Durchschnittlich 14 Mann umfasst so eine Rotte. Die Busfahrer einer Rotte teilen sich den Fahrdienst, sieben Tage die Woche. Weil der Urlaub so weit vorausgeplant werden muss, sprechen die Mitglieder einer Rotte den Urlaub untereinander ab: „So können wir auf Kollegen mit schulpflichtigen Kindern Rücksicht nehmen.“
Holzapfel hat keine Kinder und fährt deshalb in der Ferienzeit. Der Schichtdienst und das lange Sitzen in den Bussen haben ihren Tribut gefordert — Bandscheibenvorfälle und Probleme mit den Hüften. Denn Busfahrer müssen Schichtdienst leisten. So steht Holzapfel häufig nachts um 3 Uhr auf, um dann um 4 Uhr im Bus zu sitzen. Er fährt auf allen Erlanger Linien.
Um 12.15 Uhr kommt ein Kollege zur Ablösung. Oft fährt Holzapfel auch von 11.15 Uhr bis 19.15 Uhr oder von 15.45 Uhr bis 1.15 Uhr nachts: „Schicht- und Wochenenddienst ist familienfeindlich.“ Auch auf die unterschiedlichen Dienstzeiten, die nicht jeder problemlos wegstecken kann, führt Holzapfel zurück, dass nicht jeder Busfahrer „immer gleich gut gelaunt ist“. Es menschelt, auch vorne im Bus.
Dort gibt es wenigstens in den neueren Fahrzeugen eine Klimaanlage für den Fahrer. Denn bei 30 oder 35 Grad im Schatten in den Sommermonaten sei es kein Vergnügen, „den ganzen Tag im Bus zu sitzen“.
Was sich nach Ansicht Holzapfels verbessert hat, ist die Zahlungsmoral der Fahrgäste: „Seit der Einstieg vorne ist, nehmen wir auch mehr Geld ein.“ Jeder Busfahrer merke dies. Denn bei Dienstbeginn hat jeder Busfahrer 80 Euro Wechselgeld dabei.
Nach Dienstende werden die Einnahmen in einen Kassenautomaten eingezahlt und zurück bleiben die 80 Euro Wechselgeld für die nächste Fahrt. Bei Dienstbeginn meldet sich der Fahrer mit einer elektronischen Karte an. Die Fahrzeuge sind mit dem VAG-Zentralrechner in Nürnberg verbunden. Dort wird jede Sekunde Fahrzeit aufgezeichnet.
Nächste und letzte Folge: Bevor es ernst wird in der Schule.

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