Mittwoch, 16.01.2019

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„Enge Jahre sind nun vorbei“

Montessori-Schule bezieht ersehnten Erweiterungsbau - 19.10.2012

Das vom Fürther Architekten Volker Haid entworfene Schulgebäude dockt wie ein Doppelflügel eines Jumbo-Jets an den Altbau der Montessori-Schule in der Artilleriestraße an. Begonnen hatte sie 1992 mit 16 Schülern. © Bernd Böhner


Der vom Fürther Architekturbüro Volker Heid entworfene Bau, der fast vier Millionen Euro kostete – wozu der Freistaat rund drei Millionen zuschießen wird – , gilt der stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden des Montessori-Vereins Angela Wellein als ein Stück gebaute Pädagogik: „Auch ein Raum kann Pädagoge sein, indem er Lust aufs Lernen macht.“ Das sei mit dem Licht und Luft atmenden Neubau gelungen.

Kluge Planung

Schulleiterin Sandra Schumacher zeigte sich erleichtert, dass mit dem gerade erfolgten Bezug des Neubaus die „engen Jahre“ vorbei sind, in denen mobile Klassen im Haus immer neue Räume suchen mussten. Sie stimmte Angela Wellein zu, dass man glücklich sei, dass so viele (Raum-)Wünsche in Erfüllung gehen durften, was auch auf die kluge Planung des Architekten zurückzuführen sei. Einziger Wermutstropfen: Bis der Pausenhof fertig angelegt und durch die Schüler „belastbar“ ist, wird noch etwas Zeit vergehen.

Der Erweiterungsbau, der wie ein überdimensionaler Jet-Flügel an den Altbau andockt, bietet im Erdgeschoss eine große Aula, eine Mensa sowie Musik- und Werk-Räume. Im Obergeschoss wurden weitere sechs Klassen- sowie zahlreiche Mehrzweckräume untergebracht.

Auf den hinzugewonnenen 1400 qm sind die nun 300 Schülerinnen und Schüler gut unterzubringen, wobei auch die (nicht-staatliche) Montessori Schule weiteren Zuwachs verzeichnet.

In einem Grußwort hatte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann die schnelle Auszahlung der staatlichen Zuschüsse versprochen und versichert, dass die Montessori-Schule zu einem unverzichtbaren Bestandteil der Erlanger Schullandschaft geworden sei. Dies bekräftigte auch Oberbürgermeister Siegfried Balleis, der Erlangens vier private Schulen als Ausdruck der Vielfalt lobte. Die Erweiterung der Montessori-Schule passe gut in eine Zeit, in der lebenslanges Lernen zum Stadtmotto erkoren worden sei. Ein rohstoffarmes Land wie Deutschland könne zudem letztlich nur auf den „Rohstoff Geist“ zurückgreifen.

  

PETER MILLIAN

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