21°C
Donnerstag, 24.05. - 22:13 Uhr
Login
Info
Anmeldung
Diese Funktion steht nur registrierten Usern zur Verfügung.
Loggen Sie sich bitte hier ein oder registrieren Sie sich kostenlos!
Passwort vergessen
Info
Passwort vergessen
Wenn Sie Ihr Passwort vergessen haben können Sie hier ein neues Passwort anfordern. Geben Sie bitte hierzu Ihre E-Mail-Adresse ein!

E-Mail-Adresse
Druckversion

Erlangen lässt Gäste aus Schwerin schwarz sehen

Der HCE feiert gegen die Norddeutschen ein Handballfest und rückt mit dem 31:22-Sieg auf Rang vier der Zweitliga-Tabelle vor - 18.12. 16:44 Uhr

ERLANGEN  - Neben der vorweihnachtlichen Bescherung der heimischen Fans durch eine Glanzleistung gegen die launische „Diva“ aus Schwerin, verbunden mit einem 31:22-Heimerfolg, belohnten sich die Bergemann Schürzlinge selbst, durch den eroberten vierten Tabellenplatz, den vor Saisonbeginn in der „verrückten“ eingleisigen Liga niemand erwarten durfte.

Christoph Nienhaus im Angriff: Vor der schwarzen Kulisse in der Hiersemannhalle konnte Schwerin lediglich Farbakzente setzen.
Christoph Nienhaus im Angriff: Vor der schwarzen Kulisse in der Hiersemannhalle konnte Schwerin lediglich Farbakzente setzen.
Foto: Sippel
Christoph Nienhaus im Angriff: Vor der schwarzen Kulisse in der Hiersemannhalle konnte Schwerin lediglich Farbakzente setzen.
Christoph Nienhaus im Angriff: Vor der schwarzen Kulisse in der Hiersemannhalle konnte Schwerin lediglich Farbakzente setzen.
Foto: Sippel

Die Erlanger hatten kein Interesse an den weitgereisten Gast „Weihnachtsgeschenke“ zu verteilen und am Ende mussten die körperlich überlegenen Gäste mit müden Beinen und moralisch zermürbt die Heimreise antreten. Lediglich beim 1:0 durften sich die Gäste freuen in Erlangen einmal in Führung gegangen zu sein. Wieder einmal bewiesen die HC-Akteure, dass sie einen Gegner taktisch geschickt und körperlich intensiv bearbeiten können. Damit das hohe statistische Ergebnis zu Stande kommen konnte, bedurfte es Geduld und harter Arbeit. Die Erlanger konnten sich während des Spieles bis in die Schlussphase keine „geistige Auszeit“ nehmen, denn Fehler bestrafte das aus vielen „Einzelkönnern“ bestehende Team sofort. Fast jeder Gästeakteur zeigte sich ballverliebt, bevor er seinen Nebenmann ins Geschehen mit einbezog.

Überragender Bayerschmidt



Dagegen wehrte sich das Abwehrbollwerk um Torhüter Andreas Bayerschmidt, dessen Leistung erneut nur in Superlativen zu würdigen ist. Mit unermüdlichem Kampfgeist und nachhaltig bearbeiteten die Abwehrstrategen um Abwehrchef Georg Münch die Schweriner, wobei Claudio Schneck und Bastian Krämer die Hauptlast zufielen, denn der körperlich weit überlegene Heinze war nur schwer zu bremsen. Mit Schnelligkeit, Beweglichkeit und Athletik wurde die Körperkraft der Gäste kompensiert bzw. neutralisiert. Bemerkenswert, dass die erkämpften Bälle nicht leichtfertig vergeben wurden, sondern mit höchster Konzentration und Konsequenz im Angriff verwertet werden konnten. Die erste und zweite „Konterwelle“ spielte im taktischen Konzept eine wichtige Rolle.

Die HCler bewiesen, dass ein rauschähnlicher Zustand auch ohne Glühwein, mit Teamgeist und Siegeswillen zu erzeugen ist. Der Reifeprozess unter Frank Bergemann war wieder einmal klar sichtbar. Zu Hause eine Macht präsentiert sich das Team auch auswärts viel selbstbewusster und selbst einige kurze „Auszeiten“ können mittlerweile durch großes Engagement wieder wettgemacht werden.

Nicht umsonst legten die besten Werfer des HC im ersten Spielabschnitt die Grundlage für den verdienten Erfolg. Spielmacher Daniel Pankofer brillierte auch als Torschütze, Christoph Nienhaus erzielte mit unglaublicher Dynamik und Wurfgeschwindigkeit die HC- Treffer fünf bis acht, während Daniel Stumpf und Ben Schwandner die beiden Rückraumspieler mit sehenswerten Treffern ergänzten, wobei Schwandner im Verlauf der Partie mit zwei genialen Pässen zwei Kontertreffer einleitete.

Durch die konsequente Deckungsarbeit des HC wurde den Gästen die mangelnde Effizienz ihrer Stilmittel aufgezeigt und eine gewisse Hilflosigkeit setzte sich auch in den Köpfen der Gäste fest. Der kontinuierlich steigende Toreabstand war die zahlenmäßige Belohnung der Hausherren und sorgte zur Pause für eine gewisse Beruhigung im Team. Allen Beteiligten war aber klar dass dieser Gegner noch nicht ausgeknockt war. Die Tatsache dass die Hausherren den ersten Treffer nach dem Wechsel erzielen konnten, sorgte für Erleichterung und der weiterhin konzentrierte Auftritt der Bergemann-Akteure wurde von der „schwarzen Wand“ mit Beifall begleitet. Die HC Verantwortlichen hatten die einheimischen Fans gebeten schwarz gekleidet ihr Team zu unterstützen, was von den meisten umgesetzt wurde. Zudem unterstützten die Zuschauer die Erlanger Spieler mit berechtigten Standing Ovations.

Böse Attacke gegen Nienhaus

In der Folgezeit gelang den Hausherren ein bemerkenswerter Spagat. Während auf der einen Seite die Konzentration hoch gehalten werden konnte, wurden auf der anderen Seite Showelemente eingeflochten, deren Höhepunkt ein von Pankofer eingeleiteteter und von Daniel Stumpf erfolgreich abgeschlossener Kempatrick war. Ein negativer Höhepunkt war die körperliche Attacke auf Christiph Nienhaus in der 41. Minute, die böses befürchten ließ. Das Foul blieb folgenlos, doch Bergemann schonte seinen Rückraumschützen. Selbst die größten Skeptiker wussten, dass bei der ersten Elf-Tore-Führung (29:18) in der 54. Minute der Erfolg unter Dach und Fach war. Bergemann ließ seinen gesamten Kader auflaufen um seinen Schützlingen Spielpraxis zu geben. Ein weiteres Event in der Hiersemannhalle, das mittlerweile weit über den sportlichen Teil hinausgeht, ging mit frenetischem Applaus zu Ende.

Die Handballfans haben nach dem Auswärtsspiel in Nordhorn am Mittwoch, 28. Dezember, die Chance ihr Team im letzten Heimspiel des Jahres gegen Bad Schwartau noch einmal anzufeuern und beim erhofften Heimsieg zu unterstützen.



HC Erlangen: Bayerschmidt, Selke; Hock, Müller, Schwandner (3), Georg Münch (1), Krämer (4), Nienhaus (7), Hess, Schneck, Pankofer (6/2), Schmidtke (1), Stumpf (7/1), Hannes Münch (2).

 

Zuschauer: 1400

. SR: Moles/Pittner. Strafzeiten: 8:8. Siebenmeter: 3/5:3/4.

Torfolge: 0:1, 3:1, 3:2, 5:2, 6:3, 9:4, 12:7, 14:7, 15:9, 15:10 (Pause); 16:10, 19:12, 22:16, 24:18, 29:18, 30:19, 31:22.

  



HANNES RIESS

Ihr Kommentar

Name:
 
Info
Bestätigungswort

Um Ihren Kommentar abzusenden, geben Sie bitte das Bestätigungswort ein. Nicht lesbar? Erzeugen sie durch Klick darauf einen neuen Text.



Zum Thema
HC Erlangen
Gründungsdatum:
11.4.2002



Kurzbeschreibung:
Der HC Erlangen spielt seit dem Aufstieg 2004 wieder in der 2. Handball-Bundesliga;
hervorgegangen aus der Fusion von HG und CSG (2002); die HG war 19 Jahre zuvor aus TV 48 und TB 88 entstanden;