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Erst mit der bezugsreifen Fertigstellung des neuen Bettenhauses kann mit dem Abriss des alten Bettenhauses am Maximiliansplatz begonnen werden. Dann kann auch der Start zum zweiten Bauabschnitt des sogenannten Operativen Zentrums begonnen werden — dem OP-Trakt, der vorübergehend in einem aus Containern bestehenden Bau zusammengefasst ist.
Insgesamt wird der Freistaat Bayern fast 220 Millionen Euro in den nächsten vier Jahren an der Östlichen Stadtmauerstraße und am Maximiliansplatz investieren – allein der erste Bauabschnitt, das neue Bettenhaus, wird über 62 Millionen Euro kosten.
Im zweiten Bauabschnitt, der im kommenden Jahr gestartet werden soll und bis 2016 dauern wird, sollen für rund 170 Millionen Euro
16 Operationssäle, drei Intensivstationen, eine zentrale Notaufnahme und ein Hubschrauberlandeplatz gebaut werden.
Der Neubau des neuen Operativen Zentrums für das Universitätsklinikum gilt als bedeutender Schritt, um die Spitzenstellung in der Krankenversorgung, der Forschung und der Lehre weiter auszubauen und gleichzeitig den Patienten zeitgemäßen Komfort bieten zu können. Das 130 Meter lange Bettenhaus parallel zur (wieder aufgebauten) denkmalgeschützten Stadtmauer hat bei fast 10000 Quadratmetern Nutzfläche fünf Ober- und zwei Untergeschosse und gliedert sich um einen zentralen Zugangshof und zwei umbaute Lichthöfe. Die eigentlichen Pflegebereiche gruppieren sich um diese Lichthöfe. Über die Untergeschosse wird das neue Gebäude an das Versorgungszentrum in der Palmsanlage und die umliegenden Klinikgebäude am Ulmenweg angebunden.
Wenn nach dem Umzug der Bettenstationen das alte Bettenhaus abgerissen wird, folgt der Bau des neuen OP-Funktionstraktes. Genutzt wird das neue Operative Zentrum von mehreren chirurgischen Disziplinen und weiteren Kliniken und Abteilungen, die zum Gelingen der operativen Medizin am Universitätsklinikum Erlangen interdisziplinär zusammenwirken, darunter die Herz- und Kinderchirurgie sowie die Unfallchirurgie.
Zwischen der Fertigstellung des neuen Bettenhauses und dem Abriss des alten musste aber eine Lösung für das alte OP-Zentrum gefunden werden. Diese nicht ganz billige Zwischenlösung bis zum Bau des neuen OP-Traktes auf dem Gelände des alten Bettenhauses kostet rund 7,4 Millionen Euro und besteht aus 40 Container-Modulen, die heute fertig verputzt sein werden und zumindest „optisch“ ihrer Bestimmung übergeben werden können.
In den Containern selbst wird die Inneneinrichtung mit allen medizinischen Gerätschaften wohl bis Jahresanfang abgeschlossen werden, sodass die OP-Säle in Betrieb genommen werden können. Wenn der Betrieb reibungslos läuft, können auch die alten OP-Säle im Anbau an das alte Bettenhaus aufgegeben werden.
Insgesamt haben die OP-Container eine Nutzfläche von rund 840 Quadratmetern; die vier Geschosse sind knapp 15 Meter hoch und erst bei genauerem Hinsehen als verputzte Container zu erkennen. Diese Lösung muss so lange halten, bis der bereits beantragte Neubau des OP-Traktes für rund 170 Millionen Euro fertig ist.
Mit dem Neubau des Bettenhauses werden auch Verbindungsgänge gebaut, die auch zur Ostseite der Östlichen Stadtmauerstraße führen. Dort sind Neubauten für die Rechtsmedizin und die Physiologie geplant. Bisher ohne Finanzierungszusage.
