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Erlanger Kletterer im Kampf gegen die Schwerkraft

Stadtmeisterschaft im Bouldern zog diesmal vor allem Jugendliche an — Nächstes Jahr Wechsel auf Außenanlage - 05.02.2013 13:00 Uhr

ERLANGEN  - Die 15. Auflage eines erfolgreichen Events, nämlich die von der Sektion Erlangen des Deutschen Alpenvereins ausgetragenen Stadtmeisterschaft im Bouldern, ist am Wochenende über die Bühne gegangen. Am Start sind zwar nur 25 Erwachsene gewesen, aber immerhin 110 Jugendliche.

Ohne Haken: Beim Bouldern heißt es festhalten oder fallen. Rolf Bittner (unser Bild) meisterte die schwierigen Routen am besten und wurde Stadtmeister.
Ohne Haken: Beim Bouldern heißt es festhalten oder fallen. Rolf Bittner (unser Bild) meisterte die schwierigen Routen am besten und wurde Stadtmeister.
Foto: Klaus Schreiter
Ohne Haken: Beim Bouldern heißt es festhalten oder fallen. Rolf Bittner (unser Bild) meisterte die schwierigen Routen am besten und wurde Stadtmeister.
Ohne Haken: Beim Bouldern heißt es festhalten oder fallen. Rolf Bittner (unser Bild) meisterte die schwierigen Routen am besten und wurde Stadtmeister.
Foto: Klaus Schreiter

Dieser enorme Zulauf der Jugend zeige, so der Vorsitzende des größten Erlanger Vereins, Kai Lenfert, dass die Jugendarbeit fruchte und das Bouldern echter Breitensport geworden sei. Die Erwachsenen – darunter sechs Damen – hatten drei Stunden Zeit, um im Vorkampf möglichst viele Routen zu durchsteigen. 51 mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden hatten die „Schrauber“ um die Wettkampfleiterin Claudia Bezold an die Wände und Überhänge montiert. 15 Punkte gibt es beim Erreichen und Festhalten des Endgriffes mit beiden Händen beim ersten Versuch, zehn Punkte beim Erreichen und Festhalten des Endgriffes mit beiden Händen bei mehr als einem Anlauf. Zwischendurch gab auf den Routen „Zonengriffe“. Für das Festhalten daran mit einer Hand konnten die Teilnehmer fünf Punkte verbuchen.


Mit 370 Punkten war der erst 18-jährige Kevin Schatz in der Qualifikation am erfolgreichsten, gefolgt von dem 44-jährigen Erlanger „Haudegen“ Rolf Bittner, der 355 Punkte erreichte. Bittner, der ein erfahrener Boulder- Sportler ist, hatte sich aber bewusst im Vorkampf geschont, um für das Finale noch ein paar „Körner“ übrig zu haben. Diese Taktik ging voll auf, denn im Endkampf war er der Bessere, ging alle drei Routen mit einem „Flash“ und erreichte so maximale 45 Punkte. Schatz verließen dagegen die Kräfte, obwohl 25 Punkte bei den schwierigen Routen – es musste sogar von einem wackeligen Schaukelpferd aus in eine Route an der Wand gesprungen werden — auch nicht schlecht sind.

Bei den Damen war Monika Dransfeld sowohl in der Qualifikation mit 320 Punkten als auch im Finale mit 35 Punkten die Beste. Sie ist seit zwei Jahren aktiv beim Erlanger Alpenverein und bringt sich dort als Jugendleiterin ein. Die eigentliche Favoritin Anja Färber – sie ist die Mutter der deutschen Jugendmeisterin Lilli Färber — wurde mit fünf Punkten Zweite.

Weil das auch bei anderen Wettkämpfen so ist mussten heuer erstmals Jugendliche ab dem Jahrgang 1996 in der Erwachsenenklasse starten. Für die Jüngeren hatten die Veranstalter zehn Jahrgangsgruppen gebildet. Hier gab es jedoch keine Endkämpfe, und so wurden die Sieger in den Gruppen ermittelt wie bei den Vorkämpfen der Erwachsenen. Auch die Wertung war dieselbe wie bei Damen und Herren.

Dass der Apfel nicht weit vom Stamm fällt bewiesen die Töchter des Vereinsvorsitzenden Kai Lenfert. Die achtjährige Kristina siegte nämlich in ihrer Klasse souverän, Katharina ließ in der Gruppe Jahrgang 1998 die Konkurrenz hinter sich. Der Vater war nicht nur stolz ob seines Nachwuchses, er stellte auch erfreut fest, dass es wohl die letzten Stadtmeisterschaften in der beengten Kletterhalle gewesen sind. Denn schon im Frühjahr soll die 150000 Euro teure Außenboulderanlage gleich neben dem Kletterturm fertig werden. Die Stadtmeisterschaften sollen zukünftig dann dort stattfinden. 

kds


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