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Erlanger Stadtwerke gehen raus aus der Steinkohle

Entscheidung ist gefallen: Kessel wird 2021 vom Netz genommen - 16.11.2017 20:07 Uhr

Durch den Schlot der Stadtwerke wird ab 2021 kein Rauch mehr aus der Steinkohleverfeuerung steigen. Die Stadtwerke-Oberen haben entschieden, sich von der Kohle zu verabschieden. © Harald Sippel


Diese umweltfreundliche Entscheidung wurde im jüngsten Umwelt-, Verkehrs und Planungsausschuss durchaus freudig aufgenommen. Geus wies in diesem Zusammenhang auf den Bürgerentscheid in München hin, der erst vor wenigen Tagen über die Bühne ging. Dort haben 60,2 Prozent für die Stilllegung des Blocks 2 des Heizkraftwerks München-Nord gestimmt. Somit ist 2022 Schluss mit schmutzig. In jenem Heizkraftwerk in Unterföhring werden pro Jahr 800.000 Tonnen Steinkohle verbrannt, erläuterte Wolfgang Geus. Eher bescheiden wirken dagegen die 40.000 Tonnen, die in Erlangen durch den Schlot gehen.

Ein Bürgerentscheid wie in der Landeshauptstadt wird es in Erlangen nicht geben. Auch weil man sich bereits längere Zeit mit dem Thema befasst und unter anderem seit 2015 dazu eine Studie auf den Tisch liegt. Und 2016 fiel schließlich die Entscheidung gegen einen neuen Kohlekessel. Geus setzt fortan ganz auf Gas.

Richtige Weichenstellung

Die im Erlanger Heizkraftwerk eingesetzten Brennstoffe - etwa zwei Drittel Erdgas und ein Drittel Kohle - werden zur Erzeugung von Strom verbrannt, und die entstandene Abwärme wird in einem zweiten Kreislauf zur Erzeugung von Heizwärme genutzt. Das spart Energie und reduziert schädliche Emissionen.

Der Kohleblock läuft von Oktober bis April, davon in den kühleren Monaten November bis März mit voller Kraft. Aber damit wird es nun 2021 vorbei sein. Die Entscheidung für den Klimaschutz wurde auch von OB Florian Janik als richtige Weichenstellung goutiert. 

Rainer Wich

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