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Erlanger Triathlet startet erstmals in der Bundesliga

Beim Auftakt-Rennen im Kraichgau haben sich drei Talente vom TV 1848 beweisen können - 04.06.2018 11:31 Uhr

Während Tanja Neubert in knapp einer Stunde auf Rang 32 finishte, kam Dion Heindl in 50:24 Minuten als 30. ins Ziel. Ein paar Plätze dahinter lief Fabian Kraft auf Rang 38 ein (50:41 Minuten). Ganz zufrieden ist der 19-Jährige mit seiner Premiere nicht, denn er weiß: Er kann es eigentlich besser.

Herr Kraft, Ihr erstes Bundesliga-Rennen liegt hinter Ihnen. Wie war es?

Fabian Kraft: Eher mittelmäßig. Das Schwimmen war gut, beim Radfahren war ich in einer Zehn-Mann-Gruppe. Das Laufen war gar nicht gut. Die zweite Gruppe, 40 Mann, lag 25 Sekunden zurück. Nach und nach sind viele an mir vorbei gelaufen.

Am Ende reichte es für Sie für Platz 38. War die Konkurrenz so stark?

Schwer zu sagen. Uns war klar, dass das Feld stark besetzt ist. Auch ausländische Athleten waren dabei, zukünftige Olympia-Teilnehmer. Aber auch viele aus dem Jugend-Cup. Bei mir persönlich ist es so: Es sind einige vor mir, die im Jugend-Cup in Forst vor drei Wochen noch hinter mir lagen. Bei mir sehe ich also noch Potenzial.

Warum haben Sie Ihre Leistung noch nicht ganz abrufen können? Liegt das nur an der Tagesform?

Zum ersten Mal in der Bundesliga: Fabian Kraft. Foto: Michael Müller


Die Bundesliga ist für mich etwas Neues. Davon habe ich mich ein bisschen verunsichern lassen. Es war ein großes Starterfeld mit großen Namen. Es waren aber auch viele Jugend-Athleten dabei, die wie ich das erste Mal in dieser Liga gestartet sind. Die Tagesform spielt bei uns natürlich auch immer eine Rolle. Für das nächste Rennen nehme ich mir auf jeden Fall mehr vor.

Mit Ihrem Team DSW Darmstadt kamen Sie auf Rang elf. Welchen Stellenwert hat das für Sie?

Die Teamleistung hat Vorrang, ist wichtiger als die Einzelplatzierung. Und sie ist auch wichtiger als die Platzierung innerhalb des Teams.

In der internen Rangfolge waren Sie der zweitschnellste Starter Ihres Teams. Darauf haben Sie gar nicht geachtet?

Es ist natürlich schön, man will sich im Team auch beweisen. Und unser gemeinsamer elfter Platz ist ganz ok, wenn man bedenkt, dass von fünf Startern drei das erste Mal in der Bundesliga dabei waren. Unser Ziel war ein Platz im vorderen Mittelfeld, für den Anfang war es gut.

Aus Erlangen sind noch Dion Heindl und Tanja Neubert mit Zweitstartrecht in der Bundesliga dabei. Beide gehören allerdings einer anderen Mannschaft, dem ProAthletes Kölner Triathlon-Team, an. Hatten Sie am Wettkampftag Kontakt?

Es gab einen großen Parkplatz, auf dem sich alle Teams getroffen haben. Dort hat man sich gesehen, sich ausgetauscht und viel Glück gewünscht. Beim Laufen war die Strecke auch so, dass man sich getroffen hat. Man schaut natürlich immer, was die anderen machen. Dion war knapp vor mir, darauf achtet man schon. Man versucht, in jedem Rennen immer schneller zu sein als der andere.

Diesmal war Ihr Erlanger Teamkollege besser. Sind Sie trotzdem generell der Meinung, der Schritt vom Erlanger Zweitliga-Team in die Bundesliga war richtig?

Ja. Das erste Rennen im Kraichgau war ein richtig geiles Erlebnis. Auf die nächsten Rennen freue ich mich nun umso mehr, dann legt sich die Aufregung. Das Radfahren war zum Beispiel richtig hart, doch ich habe mitgehalten. Das zeigt: Ich bin richtig in der ersten Liga.

  

Katharina Tontsch Sportredakteurin in Erlangen E-Mail

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