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Erstaunliche Karriere eines Erlanger Gitarristen

Über die USA in die Jazz-Spitze: Festakt der Kulturstiftung für Förderpreisträger Torsten Goods - 18.02.2014

Gitarrist Torsten Goods und Pianist Jan Miserre in der EMI-Konzertwerkstatt.

Gitarrist Torsten Goods und Pianist Jan Miserre in der EMI-Konzertwerkstatt. © Harald Sippel


„Kleiner Bruder, Du bist ganz schön groß geworden!“ Zehn Jahre ist es her, da wurde Veit Kutzer — so erinnert dieser sich beim Festakt der Erlanger Kulturstiftung im Musikinstitut — von Torsten Gutknecht „als großer Bruder“ adoptiert. Aber kann denn eine Freundschaft zwischen einem Musiker, der es als Sänger und Gitarrist der Erlanger Formation „J.B.O.“ zu den erfolgreichsten Metal-Rockern des Landes gebracht hat, und einem Jazz-Musiker funktionieren? Und wie! Das merken die Zuhörer schon bei den ersten Sätzen der Laudatio von Veit Kutzer alias „Vito C.“ auf Torsten Gutknecht alias Torsten Goods, der im Rahmen einer kurzweiligen Matinee mit dem Förderpreis der Kulturstiftung ausgezeichnet wurde.

Vor einem Jahrzehnt war Gutknecht gerade vom Studium an der New Yorker New School University zurückgekehrt — dort hatte ihm übrigens Gitarren-Legende und Künstlernamen-Experte „Les Paul“, der eigentlich Lester William Polfuss heißt, den auch in Amerika leicht aussprechbaren Namen „Goods“ verpasst — und verblüffte die fränkische Musik-Szene mit seinem Können. Hinzu kamen eine große Neugierde und das Talent, andere zu begeistern. So stand etwa die „alte Heavy-Metal-Hartwurst“ (Kutzer über Kutzer) plötzlich als Rhythmus-Gitarrist des Jazz-Musikers auf der Bühne und ahnte: Dieser Junge wird es noch weit bringen.

Eine wahre Prognose. Es folgten Alben beim renommierten „ACT“-Label und umjubelte internationale Gastspiele. Nun ist Goods, der seit geraumer Zeit in Berlin lebt, für sein aktuelles Album „Love comes to town“ für einen „Echo“ nominiert worden.

Sichtlich bewegt und freudestrahlend über die Wertschätzung in der alten Heimat dankt Goods beim Festakt Familie und Förderern für die Unterstützung auf seinem Weg ins Profi-Musikgeschäft. Bei seinen Konzert-Kostproben — unterstützt von seinem ebenfalls aus Erlangen stammenden, langjährigen Musik-Partner Jan Miserre — verblüfft er dann wieder mit unglaublichem Einfühlungsvermögen und schnellen Saiten-Läufen. Wahrlich preiswürdig!

 

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