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Frauenaurach: Hotelschiff kracht gegen Brücke - Zwei Tote

Schiff musste evakuiert werden - 220 Einsatzkräfte vor Ort - 11.09.2016 09:18 Uhr

Ein schwerer Schiffsunfall auf dem Main-Donau-Kanal hat zwei Besatzungsmitgliedern das Leben gekostet. © ToMa


Das Flusskreuzfahrtschiff war in der Nacht auf Sonntag mit 230 Personen an Bord auf dem Main-Donau-Kanal unterwegs, als es kurz vor der Schleuse Kriegenbrunn die Brücke der Sylvaniastraße in Frauenaurach rammte. Durch den Aufprall wurde der Steuerstand, der sich an der vorderen Seite des Schiffes befand, völlig zerquetscht. Zwei Matrosen wurden eingequetscht und konnten nur noch tot geborgen werden.

Nach Angaben der Polizei handelt es sich bei den tödlich Verunglückten um zwei Männer in Alter von 33 und 49 Jahren. Weitere Personen wurden laut Polizei nicht verletzt. Neben 181 Passagieren befanden sich auch 49 Besatzungsmitglieder an Bord. Das Unglück ereignete sich gegen 1.30 Uhr.

Die Unglücksursache ist zur Zeit Gegenstand der Ermittlungen. Noch ist völlig unklar, warum der Steuerstand nicht eingefahren wurde, als das Schiff die Brücke passierte. Die Höhe des entstandenen Sachschadens kann noch nicht beziffert werden.

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Kreuzfahrtschiff rammt Brücke in Frauenaurach - Zwei Tote

Am frühen Sonntagmorgen ist es zu einem verheerenden Unfall gekommen, der zwei Personen das Leben gekostet hat. Ein Hotelschiff ist auf dem Main-Donau-Kanal mit einer Eisenbahnbrücke - vor der Schleuse Kriegenbrunn - zusammengestoßen. Dabei wurden zwei Besatzungsmitglieder (33 und 49 Jahre alt) im Führerstand des Schiffes eingequetscht - beide Personen sind tot. An die 220 Rettungskräfte und Feuerwehrleute waren an der Unfallstelle.


Bergung der Toten dauerte lange

Die Bergung der Toten gestaltete sich schwierig, die Erlanger Feuerwehr musste schweres Gerät einsetzen. Mehrere Freiwillige Feuerwehren sowie die Ständige Wache waren im Einsatz, die Kräfte stiegen von der Brücke über Leitern hinunter auf das Deck des Schiffes, um die eingeklemmten Personen zu bergen. Inzwischen wurde Großalarm im gesamten Großraum gegeben.

Das THW Erlangen und Forchheim rückte mit den Bergungsgtrupps an, um einen Behelfssteg für die Evakuierung zu bauen. Der Steg wurde mit dem Kran des Wechselladersystems der Erlanger Feuerwehr über das Wasser zum Schiff gehoben. Taucher sicherten die Unglücksstelle dabei ab. Einsatzkräfte evakuierten das Schiff dann gegen sieben Uhr und brachten die Menschen zu einer Registrierungsstelle. Notfallseelsorger kümmerten sich um die Betroffenen. Mit Bussen des BRK und der VAG wurden sie in den Aurachsaal nach Frauenaurach gebracht. Dort wurden sie registriert, versorgt und später in Hotels untergebracht.

Großaufgebot an Einsatzkräften

Neben der Feuerwehr waren 69 Helfer des BRK Erlangen, Herzogenaurach, Heroldsberg, Baiersdorf, Höchstadt und der ASB Erlangen für den Rettungs-, Sanitäts- und Betreuungsdienst im Einsatz. Die Wasserrettung war mit mehreren Booten und 48 Helfen dabei, die Wasserwacht Forchheim, Erlangen und Nürnberg waren ebenfalls mit Booten vor Ort. Zudem wurde die DLRG Dechsendorf, Erlangen, Forchheim und Nürnberg zur Unglücksstelle geschickt.  Insgesamt waren rund 220 Kräfte an der Unglücksstelle im Einsatz.

Der Schiffsverkehr auf dem Main-Donau-Kanal ist im Bereich Erlangen für unbestimmte Zeit gesperrt.


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kds/tok/mo

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