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Fröhliches Jubiläum

Langensendelbach feierte 950-jähriges Bestehen - 05.10.2012

LANGENSENDELBACH  - Mit einem so besinnlichen wie fröhlich-bunten Festabend, bei dem die Menschen, die der Gemeinde Leben verleihen, im Mittelpunkt standen, feierte Langensendelbach seine erste urkundliche Erwähnung vor 950 Jahren.

Zum „950-Jährigen“ der Gemeinde Langensendelbach gab es auch eine von den Ortsvereinen und der Wirtschaft gespendete Ehrenscheibe.
Zum „950-Jährigen“ der Gemeinde Langensendelbach gab es auch eine von den Ortsvereinen und der Wirtschaft gespendete Ehrenscheibe.
Foto: Fra-press
Zum „950-Jährigen“ der Gemeinde Langensendelbach gab es auch eine von den Ortsvereinen und der Wirtschaft gespendete Ehrenscheibe.
Zum „950-Jährigen“ der Gemeinde Langensendelbach gab es auch eine von den Ortsvereinen und der Wirtschaft gespendete Ehrenscheibe.
Foto: Fra-press

Zwar fand man auf dem alten Friedhof ein germanisches Königsgrab aus dem 5. Jahrhundert mit Grabbeigaben wie silbernen Halsringen und einem Tonkrüglein, es sollte aber bis zum 13. Juli 1062 dauern, ehe das heutige Langensendelbach in einer Schenkungsurkunde von Kaiser Heinrich IV. auftauchte. Darin war festgeschrieben, dass der Bamberger Bischof Gunther den Ort Forchheim nebst allem Zubehör, dazu gehörten neben „Sentelebach“ noch weitere 36 Dörfer, zur freien Nutzung der Kirche geschenkt bekam. Deshalb erinnern heute noch die Farben Silber und Rot im Gemeindewappen an das einstige Hochstift Bamberg.

Wie die frühere Lehrerin Gudrun Kirsch, die auch dem heutigen Bürgermeister Wolfgang Fees in der Grund- und Teilhauptschule das Lesen, Schreiben und Rechnen beibrachte, in ihrem Festvortrag aus der Chronik zitiert, fand 1158 auch der heutige Ortsteil Bräuningshof als „Bruningeshoven“ erstmals Erwähnung.


Beide Orte gehörten danach wie auch 30 andere Dörfer zur Hofmark Neunkirchen, als Gottfried von Hohelohe-Brauneck 1332 die Zehnten von Bräuningshof, Sentelbach und Schneckenhof dem dortigen, 18 Jahre vorher von Pfarrer Leopold von Hirschberg gegründeten Augustiner-Chorherrenstift schenkte und 1348 erstmals eine den Aposteln Peter und Paul geweihte Kapelle in Sentelbach erwähnt wurde, die man Ende des 14. und Anfang des 15. Jahrhunderts zu einer kleinen gotischen Hallenkirche umgebaute. Nicht verschwiegen soll aber auch das Jahr 1362 werden, als man den Ort Sentelbach zur besseren Unterscheidung des unweit gelegenen Dorfes Kleinsendelbach in Langensendelbach umbenannte. Bis 1709 gehörte die Gemeinde letztlich zum Pfarramt Neunkirchen und kam schließlich im Jahre 1803 im Zuge der Säkularisation zu Bayern.

Nicht unerwähnt ließ Kirsch die beiden Weltkriege: Von 1914 bis 1918 fielen aus Langensendelbach 22 und Bräuningshof acht Bürger. Im Zweiten Weltkrieg traf es von 1939 bis 1945 19 Sendelbacher und 14 Bräuningshöfer. Noch in den letzten Kriegstagen 1945 hatte die Gemeinde Tote zu beklagen, als die Alliierten den Ort wegen des Widerstands von SS-Leuten erstürmten und dabei drei Kinder und ein Mann umkamen.

Im 20. Jahrhundert investierte die Gemeinde viel in ihre Infrastruktur. So wurden Straßen und Wege, die Wasserversorgung und Kanalisation, aber auch die Kindergärten und die Schule auf den modernsten Stand gebracht. Die Folge: Langensendelbach wird immer interessanter für den Zuzug junger Familien.

Wenige Wochen vor den Feierlichkeiten erblickte mit Jano Lorenz der 3000. Bürger das Licht der Welt. Nachdem man bereits am späten Nachmittag einen ökumenischen Gottesdienst in der Pfarrkirche Peter und Paul gefeiert hatte und dabei Langensendelbacher Bürger verschiedenster Generationen liebevoll und einfallsreich ihre Gründe genannt hatten, warum sie gerne in ihrer Gemeinde leben, gab es in der zur Festhalle umgestalteten Grundschulturnhalle zu einem bunten Unterhaltungsabend. Im Beisein zahlreicher Ehrengäste traten die Ortsvereine den Beweis für das breitgefächerte gesellschaftliche Miteinander in der Jubelgemeinde an.

Am Ende ließ man den Tag mit einem festlichen Brillant-Hochfeuerwerk glitzernd ausklingen.

  

Karl-Heinz Frank - Umlandredaktion Erlangen


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