Freitag, 22.03.2019

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Geigen aus Bubenreuth für China

Chinesischer Stardirigent besuchte Geigenbauwerkstatt - 13.03.2018 14:00 Uhr

Günter Lobe zeigte Xiao Ming von ihm gebaute Instrumente. © Heinz Reiß


Xiao Ming ist Direktor, Chefdirigent und Geschäftsführer des chinesischen Hunan Symphony Orchestra, er ist einer der ersten chinesischen Dirigenten. Xiao schloss sein Studium 1984 am Konservatorium in Shanghai ab und promovierte 1988 am Central Conservatory of Music mit dem Schwerpunkt Orchesterdirigieren.

Mittlerweile begleiten Xiao etablierte Titel: Er ist Leiter des Hunan Symphony Orchestra, Mitglied der Chinese Symphony Association, stellvertretender Vorsitzender der Künstlervereinigung der Provinz Hunan, Präsident der Hunan Wind Instrument Association und außerordentlicher Professor der Central South University und der Hunan Normal University. Er wurde vom chinesischen Kulturministerium mit dem Titel "DeYiShuangXin", "artists" und "exceptive experts" der Provinz Hunan ausgezeichnet. Er ist Gastdirigent des China Dance Theatre Symphony Orchestra, des Tianjin Symphony Orchestra, des Henan Song- und Dance Theatre Symphony Orchestra, des Wuhan Symphony Orchestra, des Qingdao Symphony Orchestra und des Xinjiang Philharmonic Orchestra.

1988 gab Xiao sein Debüt in der Beijing Concert Hall mit dem Chinese Radio Symphony Orchestra. Mittlerweile ist er als Gastdirigent in der ganzen Welt gefragt. Am 24. Februar war Xiao Gastdirigent in der Meistersingerhalle bei den Nürnberger Symphonikern. Zum Ausklang des chinesischen Neujahrsfests schlugen die Nürnberger Symphoniker die Brücke ins Reich der Mitte und feierten musikalisch mit.

"Um gute Musik zu machen", so der Stardirigent, "benötigt man sehr gut ausgebildete Musiker und vor allem hervorragende Instrumente. Der Ruf guter Saiteninstrumente aus Deutschland ist auch in China bekannt, und wenn ich schon hier in Franken bin", so Xiao, "dann muss ich eine Meisterwerkstatt besuchen".

Günter Lobe, Innungsobermeister der Streich- und Zupfinstrumentenmacherinnung Erlangen, hat den Gast aus Asien im fränkischen Zentrum des Saiteninstrumentenbaus, der Geigenbauergemeinde Bubenreuth, empfangen.

Im Vorspielzimmer der Werkstatt kamen der Musiker und der Instrumentenbauer sehr tief ins Gespräch, und es wurde so manche Meistergeige aus der Vitrine geholt. "Um in einem renommierten Orchester zu spielen", so Xiao, "muss man keine Stradivari spielen, Instrumente von dieser Qualität sind hervorragend; ich bin begeistert".

Nach einer ausführlichen Fachsimpelei war man sich einig, Xioa benötigt für Musiker seines Hunan Symphony Orchestra hervorragende Streichinstrumente aus der Werkstatt des Obermeisters. Lobe sagte zu, und somit werden noch dieses Jahr fränkischen Instrumente im chinesischen Hunan erklingen. 

hrei

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