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Sonntag, 23.09.2018

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Gerbereitunnel in Erlangen bleibt vorerst, wie er ist

Gemeinsame Maßnahmen von Bahn und Stadt gestalten sich schwieriger als gedacht - 04.09.2018 06:00 Uhr

Wenn die Bauarbeiten der Bahn im Dezember beendet sind, wird der derzeit zugeschüttete Gerbereitunnel in Erlangen vorerst wieder so aussehen wie vorher. Der Grund: Stadt und Bahn konnten sich nicht auf ein gemeinsames Vorgehen einigen. © Foto: Klaus-Dieter Schreiter


Der Grundsatzbeschluss zum Ausbau des Gerbereitunnels wurde bereits im Jahre 2011 gefasst, ein Jahr später wurde dann ein Vorentwurf zur Gestaltungsplanung mit dem Lichtkonzept im Umwelt-/Verkehrs- und Planungsausschuss (UVPA) beschlossen. Als dann vier Jahre später im UVPA Nägel mit Köpfen gemacht wurden, hatte man bereits festgestellt: "Die Zusammenarbeit mit der DB Projektbau GmbH gestaltete sich schwierig". Wegen der großen Bauzeitverzögerungen bei der Bahn mussten dann auch die städtischen Maßnahmen neu terminiert werden.

Erst Mitte 2017 hatte dann die DB Netz AG laut dem Leiter des Tiefbauamts, Andreas Pfeil, die Stadt über die geplante Bauzeit von August bis Dezember dieses Jahres unterrichtet. Daraufhin seien mehrere Gespräche auf verschiedenen Ebenen mit der DB Netz AG geführtworden, um eine Kombination beider Maßnahmen zu untersuchen und mögliche Synergien auszuarbeiten.

"Im Ergebnis hat sich jedoch gezeigt, dass sowohl wegen des festgelegten und starren Bauablaufes der DB Netz AG, als auch wegen der relativ geringen Synergien, die sich aufgrund der Art und des Umfanges der jeweiligen Arbeiten ergeben würden, eine gemeinsame Abwicklung in vertretbarem Rahmen nicht machbar war", sagt Pfeil.

Nachdem nun absehbar sei, dass die DB Netz AG die Arbeiten in diesem Bereich bald abschließen könne, werde die Stadt Erlangen "die nächsten Schritte einleiten", um die beschlossene Umgestaltung des Gerbereitunnels einschließlich der Verbreiterung der Rampe "in den nächsten Jahren" umzusetzen.

Das bedeutet: Weil man sich mit der Bahn nicht einigen konnte, wird alles erst einmal wieder so aussehen wie vorher, wenn die Bahn ihre Arbeiten im Dezember beendet hat. Fahrradfahrer müssen also weiterhin absteigen, wenn sie durch den Tunnel wollen, die Rampe bleibt wie sie ist, und auch die Beleuchtung wird nicht verbessert.

Farbkonzept, Verbreiterung der Rampe und Lichtgestaltungen, wie sie bereits beschlossen sind, sind darum allerdings nicht ad acta gelegt. "Im Prinzip wird das Konzept so realisiert wie es beschlossen wurde", sagt Pfeil.

Jedoch wird sich der UVPA voraussichtlich in diesem Herbst noch einmal damit befassen, weil es unter Umständen in Nuancen Änderungen geben könnte. Man darf also hoffen, dass der Gerbereitunnel eines Tages dann doch so ein schicker, freundlicher und einladender Eingang in die Innenstadt wird, wie es die Visualisierung zeigt, die dem Beschluss des UVPA beiliegt. 

KLAUS-DIETER SCHREITER

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