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Große Ehre für Ehrenamtliche in Erlangen

Drei Initiativen wurden von der Stadt ausgezeichnet - 07.12.2017 06:00 Uhr

Beim Stand des Ehrenamts auf der Waldweihnacht ganz besondere Lose für einen guten Zweck zu kaufen. © Egbert M.Reinhold


Wald und Wiesen sind das Einsatzgebiet der Naturschutzwacht der Stadt Erlangen. Die derzeit acht Mitglieder unterstützen ehrenamtlich die Untere Naturschutzbehörde beim Schutz von bedrohten Gebieten wie dem Sandmagerrasen.

Hier dürfen in einem bestimmten Zeitraum im Jahr keine nicht angeleinten Hunde hindurch laufen, da deren Schnüffeln und Buddeln die heimischen Insekten und bodenbrütende Vögel in der Brutzeit vertreibt.

Die Ehrenamtlichen klären Bürgerinnen und Bürger auf, wenn sie einen Fehler machen, und versuchen so, das Verständnis für Naturschutz und Artenpflege zu fördern. Die freiwillige Arbeit beansprucht für jeden Helfer etwa 20 Stunden im Monat, einmal im Monat treffen sich alle im Umweltamt, um sich über eventuelle Vorkommnisse oder Beobachtungen auszutauschen.

Alle Mitglieder haben eine Ausbildung an der Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege durchlaufen und besitzen einen Dienstausweis. Nicht immer zeigen die Bürger Verständnis für die Hinweise, den Hund anzuleinen oder doch bitte nicht mit dem Auto durch das Gebiet zu fahren. Auch Anzeigen haben die Ehrenamtlichen schon ausgesandt, und davon nicht eben wenige.

Ein weiterer Problempunkt ist das Hinterlassen von Müll in den Naturschutzgebieten, wie Einkaufswägen, Bierflaschen oder anderer Unrat mitten in Natur- und Landschaftsschutzgebieten. Letztere gibt es mehrere im Umkreis von Erlangen, Naturschutzgebiete nur zwei: die Brucker Lache und das Exerzierplatzgelände. "Natur kann sich nicht selber schützen, deshalb tun wir das für sie", erklärt Leiterin Dagmar Rouette.

Der deutsche Kinderschutzbund, "die Lobby für Kinderrechte", existiert in Erlangen seit nunmehr 41 Jahren. Das Aufgabenfeld umfasst Beratung und Beistand und Schutz von Kindern und Familien. Er verfügt über ein breites Angebotsspektrum in den Bereichen Beratung, praktische Hilfe und politischer Einsatz.

Der Kinderschutzbund steht Kindern in jeder Altersstufe bei, die heterogenen Programme sind für Kinder fast jeden Alters zurechtgeschnitten. Früh soll die Beziehung zwischen Kindern und Eltern gestärkt werden. Dies ist zum Beispiel das Ziel des "Musikgartens", wo Babys und Kleinkinder singend und spielend zu Musik von Vivaldi oder Mozart Zeit mit ihren Eltern verbringen können.

Pizza und Spaghetti essen kann jeder. Der Blick über den Tellerrand hinaus in die Welt ist meist weitaus interessanter und bereichernder. Und genau diese Perspektive zu liefern, ist das Ziel des Deutsch-Italienischen Vereins. Dieser feiert dieses Jahr sein 20- jähriges Bestehen. Unter dem Vorstand des Gründers Giuseppe Andolina sollen italienische Bräuche, Tänze, Kultur und Identität in Deutschland gepflegt, erhalten und weiter vermittelt werden.

Dies impliziert ein Engagement besonders im kulturellen Bereich: Der Verein organisiert Benefizkonzerte, Filmabende Ausstellungen oder Dia- Vorträge über Italien. Ein weiteres Highlight ist die jährliche Italienreise im September, zum Beispiel nach Venedig. Die Aufrechterhaltung der Beziehungen zu den italienischen Partnerorten Cumiana und Venzone sind dem Verein ein wichtiges Anliegen.

Am ersten Samstag jeden Monats treffen sich die Mitglieder im Bürgertreff "Die Villa" zum geselligen Beisammensein, zur Organisation und zur Diskussion von Problemen, und was man in Zukunft besser machen könnte. 

ROMINA STRUNZ

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