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Wie Bürgermeister Wolfgang Fees (SPD) jetzt das Gremium informierte, müsste die Baumaßnahme bis allerspätestens zum 31. Dezember 2013 abgeschlossen sein, um in den Genuss einer Förderung nach dem Bundes-Investitionsprogramm zu kommen. Ein entsprechender Verwendungsnachweis kann darüber hinaus noch bis zum 1. Februar 2014 bei der Regierung von Oberfranken eingereicht werden.
Wie der Kindergartenbeauftragte der Gemeindeverwaltung Vitus Wagner dazu ergänzend anmerkte, müsse der Baubeginn für den Krippenanbau spätestens neun Monate nach Inbetriebnahme einer provisorischen Kleinkindergruppe in einem Container erfolgen. Ansonsten würde die als Übergangslösung gedachte Krippe als bestehende Einrichtung angesehen, eine Förderung somit ausgeschlossen sein. Die Fachaufsicht beim Landratsamt empfahl eine Inbetriebnahme des Containers als Übergangslösung ab 1. Februar 2012; so habe die Gemeinde noch genügend Zeit, ab November die notwendigen Planungen durch den Architekten des Erzbischöflichen Ordinariats vornehmen zu lassen.
Einen Wermutstropfen dazu hatte allerdings die Vertreterin der Katholischen Kirchenstiftung Bräuningshof, Ingrid Händel, parat. Sie musste zugeben, dass im Augenblick keine finanziellen Mittel für ein solches Projekt zur Verfügung stünden, man aber selbstredend das Vorhaben unterstützen werde. „Bei derzeit 17 eingeschriebenen Kleinkindern ist ein fester Anbau an den bestehenden Kindergarten im Anschluss an die Container-Übergangslösung unumgänglich“, so das Gemeindeoberhaupt zusammenfassend, man müsse aber vor einer endgültigen Entscheidung noch klären, wer bei der Baumaßnahme als Bauherr und als Träger auftreten solle und wie die Kostenbeteiligung zu regeln sei, um für später einen finanziellen Nachteil bei der Förderung ausschließen zu können.
Anschließend stellte das Gremium mit seinem einstimmigen Beschluss endgültig die Weichen für die Gestaltung des Ortsmittelpunktes zwischen der Honingser Straße und der Staatsstraße gegenüber dem Gasthof Zametzer. Dem Planungsbüro ish aus Eggolsheim war es gelungen, die dafür ursprünglich veranschlagten Baukosten von 400000 Euro deutlich auf 270000 Euro zu senken.
Wie Bürgermeister Fees betonte, hatte sich bei einem Gespräch mit den Bauhofmitarbeitern ein entsprechendes Sparpotenzial alleine dadurch ergeben, dass viele Arbeiten wie z. B. die Errichtung eines WC und einer Infotafel mit einer Pergola, der Standort für den Maibaum oder auch der Abbau und das Versetzen der vorhandenen Natursteinmauer in Eigenregie durchgeführt werden könnten. Dem entsprechend bekamen die Verantwortlichen im Rathaus von der zuständigen Leiterin des Sachgebietes Städtebau bei der Regierung von Oberfranken fernmündlich die Zusage, die Neugestaltung der Ortsmitte mit den abgespeckten Kosten sei als mit Landesmitteln förderfähig anzusehen. Mit der schriftlichen Bestätigung, dass der gemeindliche Bauhof die zugesagten Leistungen auch erbringen könne, wurde ein vorzeitiger Baubeginn bewilligt.
Gemeinderat Jochen Düsel von der CSU fragte sich bei dieser Gelegenheit, warum von der Regierung die Förderfähigkeit zwar telefonisch mitgeteilt worden war, eine verbindliche schriftliche Zusage aber noch ausstehe. Das liege unter anderem daran, dass die Fördermittel wohl nicht vor 2013 fließen, meinte Fees. Man werde deshalb auch eine Unschädlichkeitsbescheinigung anfordern, um im kommenden Frühjahr mit den Arbeiten beginnen zu können.
