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Helles und Dunkles, Hauptsache kühl

100 Tage bis zur Bergkirchweih - 19.02. 18:01 Uhr

ERLANGEN  - Aus der einst eher verschwiegenen Feier „100 Tage bis zur Bergkirchweih“ ist mittlerweile eine gutbesuchte Gaudi geworden — gleichwohl muss man ein Freund gut gekühlten Bieres sein (also ein wenig eigen), wenn man sich — immer am Faschingssonntag — auf dem Erich-Keller zum Umtrunk trifft und aus ursprünglich zwei gleich drei närrische Tage macht.

100 Tage vor der Erlanger Bergkirchweih
100 Tage vor der Erlanger Bergkirchweih
Foto: Anestis Aslanidis
100 Tage vor der Erlanger Bergkirchweih
100 Tage vor der Erlanger Bergkirchweih
Foto: Anestis Aslanidis

Erlangens Platzhirsch unter den Brauereien, die Privatbrauerei Kitzmann, überlässt dabei das Kirchweihgelände dem kleineren Partner Steinbachbräu – und dort freuen sich Seniorchef Dieter Gewalt und Braumeister Roman Gause, dass so viele Hobby-Brauer beweisen, dass der Brauprozess dank guter Rohstoffe, heute auch den ganz Kleinen gelingen kann, so sie Wasser, Malz, Hopfen, Hefe, Hitze und Enthusiasmus engagiert zu mischen wissen.

Bereits 1982 "geboren"

Bilderstrecke zum Thema
Es ist Fasching in Franken - das bedeutet aber nicht nur allerhand närrisches Treiben. Am Faschingssonntag trafen sich auch die Erlanger Bergkirchweih-Fans wie jedes Jahr auf dem Erich-Keller, um dem Bieranstich in etwa 100 Tagen entgegen zu fiebern.

Die ziemlich fränkische Gaudi haben Ton Barmentloo und der ehemalige Bassist der E-Werk-Band, Wolfgang „Wuffgäng“ Hähnel, schon 1982 aus der Taufe gehoben – da sie sich nicht auf einen Tag einigen konnten, war der eine am Donnerstag, der andere erst am folgenden Sonntag am Erich-Keller – und damit der Weg frei für Hannes Hacker, im Jahr darauf gemeinsam mit Ton Barmentloo den Sonntag definitiv festzusetzen. Im nächsten Jahr also wird das „30-Jährige“ gefeiert, und so richtig ernst und erhebend wird es wohl auch da nicht zugehen. Längst angeschlossen hat sich auch der Künstler Roland Hanusch als weiterer Gaudi-Bursche.


Unter den wohlwollenden Blicken des Erlanger Bierologen Jochen Buchelt (er betreut im Heimat- und Geschichtsverein Erlangen die Abteilung Bier- und Brauereigeschichte) und des Vorsitzenden des Vereins zur Förderung der Fränkischen Braukultur, Kurt Maria Adler, hatten sich Sepp Koblischek und seine Buckenhofer Ränsch-Bräu mit einem Märzen eingefunden, Andy Sperr und seine Vierbräu waren ebenso vertreten wie René Ermler, der ein geheimnisvolles „Illuminati“ kredenzte – die Erleuchtung war allerdings nicht garantiert. Die Steinbach Bräu hatte ihren bewährten „Storch“ ins Fass gesteckt, Nicole Wagner hingegen schenkte einen Weizenbock aus und Bernd Schirmer schwärmte von seinem echten Kellerbier, reifte doch sein Sud tatsächlich im Erich-Keller.


Infokarte: Berkirchweih 2012
Infokarte Berg 2012: Zum Öffnen anklicken!

Das Ehepaar Rosi und Heinz Müller ließ sich ebenso sehen wie Franz König, langjähriger Förderer der fränkischen Braukultur, und Gerhard Zehnter trieb den Frauenauracher Bläserchor zu immer neuen Höchstleistungen an. Und 2013? Das Jubiläum kann kommen!

Wer in den knapp 100 Tagen bis zum Berg rund um die Bergkirchweih gut informiert sein will, darf gerne 'Gefällt mir!' auf  "Der Berg ruft"-Facebook-Seite klicken. 



Peter Milian

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Zum Thema
Bergkirchweih
Seit:
1755
Turnus:
jährlich; Anstich immer am Donnerstag vor Pfingsten

Termin:
24. Mai bis 4. Juni 2012
Zeiten:
10:00 Uhr - 23:00 Uhr
Kurzbeschreibung:
Die 12 Tage der Bergkirchweih gelten in Erlangen als die fünfte Jahreszeit. Das Kirchweihgelände zieht sich auf einem Kilometer Länge am Hang des Burgbergs entlang.
Veranstalter:
Stadt Erlangen
Besucher:
über eine Million
Getränkepreis:
7,50 Euro (2011)