Mittwoch, 14.11.2018

|

Heroldsberger stürmten mit Atemschutz Wolkenkratzer

Drei Teams der Feuerwehr zeigten sich beim Sky-Run in Frankfurt gut in Form - 15.06.2018 06:00 Uhr

Die Heroldsberger Feuerwehrmänner hatten eifrig trainiert, um für den Treppenlauf in Frankfurt fit zu sein. Dort mussten sie mit kompletter Ausrüstung 1202 Stufen hochrennen. © FFW Heroldsberg


Die FFW Heroldsberg stellte drei von insgesamt 113 Feuerwehrteams aus ganz Deutschland, die am Sky-Run in Frankfurt am Main teilnahmen. Möglichst schnell mussten die 1202 Stufen, 61 Stockwerke und 222 Höhenmeter bis unter die Spitze des dortigen Messeturms bewältigt werden.

Schon mit Joggerkleidung ist das keine leichte Übung. Die Heroldsberger und ihre Konkurrenten freilich schlüpften in eine vollständige Ausrüstung mit Feuerschutzkleidung, die für sich schon etwa 25 Kilogramm wiegt, Helm, Stiefeln und Atemschutzgerät.

Dabei gab es zwei Kategorien. Die Fighter hatten den Atemschutz zwar aufgesetzt, doch nicht angeschlossen. Der Elitetrupp wiederum musste sich während der gesamten Strecke über die Maske mit Atemluft versorgen. Jedes Team bestand aus drei Männern, deren Zeiten addiert wurden.

Seit April hatten sich die Heroldsberger auf den Wettkampf vorbereitet. Wolkenkratzer existieren in der Vier-Schlösser-Gemeinde (noch) nicht. Folglich blieb nur das Rathaus mit seinen "harmlosen" vier Stockwerken. So rannten die Gelbhelme um Organisator Helmut Rupprecht eben rauf in den "Vierten", runter ins Erdgeschoss, wieder rauf in den "Vierten", wieder runter, wieder rauf, wieder runter - solange bis die Luft in den Flaschen aufgebracht war.

Die Generalprobe fand dann in einem Mögeldorfer Fitness-Studio auf einem Stairmaster statt. Dieses Sportgerät ist mit einer Rolltreppe vergleichbar - mit dem Unterschied, dass Stehen tabu ist. Vielmehr muss man schon rennen, um die Stufen, die einem entgegenkommen, zu überwinden. Nach 1202 simulierten Treppen wussten die Heroldsberger Kameraden: Wir packen den Messeturm!

Mit zwei Feuerwehrwagen fuhr die Mannschaft nach Frankfurt. Am Start waren auch Berufs- und Werksfeuerwehren.

Die heimischen Feuerwehrler zeigten sich in guter Form. Das erste Team mit Niklas Vogel, Frank Bayer und Andreas Klaußner erreichte den 18., das zweite Team mit Helmut Rupprecht, Leif Erik Menger und Timo Bachhiesl den 40. sowie das dritte Team mit Florian Ziegler, Markus Leuthel und Daniel Hammerand den 43. Platz. Am schnellsten von den Heroldsbergern war Niklas Vogel mit 15:39,2 Min.

Nach dem Highspeed-Treppenlauf in Frankfurt kann sich Kommandant Timo Bachhiesl sicher sein: Sollten in Heroldsberg irgendwann einmal Wolkenkratzer gebaut werden, was eher unwahrscheinlich ist, wäre ein Brand im obersten Geschoss für seine Truppe nicht das geringste Problem. 

Scott Johnston

3

3 Kommentare

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Heroldsberg