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Wie es aussieht, haben auf Betreiben von Oberbürgermeister Siegfried Balleis hinter den Kulissen Gespräche der Fraktionen stattgefunden, in denen man sich darauf verständigt hat, bis 2015 eine neue Mehrfach-Halle an der Hartmannstraße zu bauen, die für Schul-, Universitäts- und Vereinssport sowie für Bundesliga-Handball geeignet sein soll. Im Gegensatz zu einem Umbau der Hiersemann-Halle scheint diese Lösung auch mehrheitsfähig zu sein.
In einem Offenen Brief an den Oberbürgermeister und im Gespräch mit den Erlanger Nachrichten bestätigte HCE-Aufsichtsratschef Carsten Bissel im Namen aller Gesellschafter, dass der HC sich „im Sinne des gesamten Erlanger Sports“ diesem Vorschlag anschließen werde. Er verhehlt allerdings auch nicht, dass „nach den Erfahrungen aus der Vergangenheit keine geringe Skepsis herrscht, ob die Dinge am Ende vom Stadtrat und der Verwaltung auch wirklich umgesetzt werden“.
Allerdings hat OB Balleis nicht nur in Sachen Hallenneubau für Bewegung gesorgt, sondern sogar schon Gespräche mit Verantwortlichen in Nürnberg geführt, die ihre Bereitschaft signalisiert haben, den HCE zu vergleichbaren Konditionen wie jetzt in Erlangen aufzunehmen, falls dieser den Aufstieg in die 1. Bundesliga schon vor der Fertigstellung der neuen Halle schafft. Als Ausweichspielort in der Nachbarstadt ist vor allem die Frankenhalle auf dem Messegelände geeignet.
Eine solche Zwischenlösung und eine zeitnahe Fertigstellung der Halle bis 2015 würden diese Variante für den HCE natürlich akzeptabel machen, so Bissel, der ohne geeignete Halle ein Ende des hochklassigen Handballsports in Erlangen befürchtet. Deshalb hat er bisher für den Umbau der Hiersemann-Halle gekämpft, der kurzfristig machbar gewesen wäre. Dort müsste jetzt nur der marode Boden erneuert werden
Erst in der letzten Sitzung des Sportausschusses hatte ein Vertreter der Kommunalen Sporthallen GmbH aus Hürth ein Konzept vorgestellt, wonach ein Neubau unter Beteiligung von Vereinen, Universität und HCE auch auch nach den Vorgaben der Handball-Bundesliga (HBL) möglich wäre. Oberste Priorität hat dabei ein Fassungsvermögen von 2200 Zuschauern und Tribünen an den Längsseiten des Spielfeldes.
An dieses Konzept, das im Rahmen einer Machbarkeitsstudie für die Stadt erstellt wurde, knüpft die politische Kehrtwende auch in Sachen Standort an: An der Hartmannstraße besitzen die Stadt und die Universität Vorbehaltsflächen für den Sport, was die Grundstücksbeschaffung vereinfachen könnte. Im übrigen könnte mit dieser Lösung auch der akuten Hallennot in der Stadt abgeholfen und Fördermittel in Anspruch genommen werden (wir berichteten).
Mo. 20.05.13
So. 19.05.13
Sa. 18.05.13
Fr. 17.05.13
Mi. 15.05.13