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Kommt jetzt doch ein Sporthallen-Neubau?

Im Stadtrat zeichnet sich Mehrheit für große Lösung ab: Handball, Schulen, Vereine und Uni unter einem Dach - 31.01.2013 10:13 Uhr

ERLANGEN  - In die Erlanger Sporthallendebatte ist erneut Bewegung gekommen: Nachdem seitens des HC Erlangen der bundesligagerechte Umbau der Karl-Heinz-Hiersemann-Halle befürwortet wurde, scheint nun doch alles auf einen Hallenneubau als große Lösung hinzudeuten.

Neubau statt Ausbau: Auf dem Gelände an der Hartmannstraße (runde Markierung in der Bildmitte) könnte schon bis 2015 eine neue, handballtaugliche Sporthalle entstehen.
Neubau statt Ausbau: Auf dem Gelände an der Hartmannstraße (runde Markierung in der Bildmitte) könnte schon bis 2015 eine neue, handballtaugliche Sporthalle entstehen.
Foto: Bernd Böhner
Neubau statt Ausbau: Auf dem Gelände an der Hartmannstraße (runde Markierung in der Bildmitte) könnte schon bis 2015 eine neue, handballtaugliche Sporthalle entstehen.
Neubau statt Ausbau: Auf dem Gelände an der Hartmannstraße (runde Markierung in der Bildmitte) könnte schon bis 2015 eine neue, handballtaugliche Sporthalle entstehen.
Foto: Bernd Böhner

Wie es aussieht, haben auf Betreiben von Oberbürgermeister Siegfried Balleis hinter den Kulissen Gespräche der Fraktionen stattgefunden, in denen man sich darauf verständigt hat, bis 2015 eine neue Mehrfach-Halle an der Hartmannstraße zu bauen, die für Schul-, Universitäts- und Vereinssport sowie für Bundesliga-Handball geeignet sein soll. Im Gegensatz zu einem Umbau der Hiersemann-Halle scheint diese Lösung auch mehrheitsfähig zu sein.

Offener Brief

In einem Offenen Brief an den Oberbürgermeister und im Gespräch mit den Erlanger Nachrichten bestätigte HCE-Aufsichtsratschef Carsten Bissel im Namen aller Gesellschafter, dass der HC sich „im Sinne des gesamten Erlanger Sports“ diesem Vorschlag anschließen werde. Er verhehlt allerdings auch nicht, dass „nach den Erfahrungen aus der Vergangenheit keine geringe Skepsis herrscht, ob die Dinge am Ende vom Stadtrat und der Verwaltung auch wirklich umgesetzt werden“.


Allerdings hat OB Balleis nicht nur in Sachen Hallenneubau für Bewegung gesorgt, sondern sogar schon Gespräche mit Verantwortlichen in Nürnberg geführt, die ihre Bereitschaft signalisiert haben, den HCE zu vergleichbaren Konditionen wie jetzt in Erlangen aufzunehmen, falls dieser den Aufstieg in die 1. Bundesliga schon vor der Fertigstellung der neuen Halle schafft. Als Ausweichspielort in der Nachbarstadt ist vor allem die Frankenhalle auf dem Messegelände geeignet.

Eine solche Zwischenlösung und eine zeitnahe Fertigstellung der Halle bis 2015 würden diese Variante für den HCE natürlich akzeptabel machen, so Bissel, der ohne geeignete Halle ein Ende des hochklassigen Handballsports in Erlangen befürchtet. Deshalb hat er bisher für den Umbau der Hiersemann-Halle gekämpft, der kurzfristig machbar gewesen wäre. Dort müsste jetzt nur der marode Boden erneuert werden

Flächen vorhanden

Erst in der letzten Sitzung des Sportausschusses hatte ein Vertreter der Kommunalen Sporthallen GmbH aus Hürth ein Konzept vorgestellt, wonach ein Neubau unter Beteiligung von Vereinen, Universität und HCE auch auch nach den Vorgaben der Handball-Bundesliga (HBL) möglich wäre. Oberste Priorität hat dabei ein Fassungsvermögen von 2200 Zuschauern und Tribünen an den Längsseiten des Spielfeldes.

An dieses Konzept, das im Rahmen einer Machbarkeitsstudie für die Stadt erstellt wurde, knüpft die politische Kehrtwende auch in Sachen Standort an: An der Hartmannstraße besitzen die Stadt und die Universität Vorbehaltsflächen für den Sport, was die Grundstücksbeschaffung vereinfachen könnte. Im übrigen könnte mit dieser Lösung auch der akuten Hallennot in der Stadt abgeholfen und Fördermittel in Anspruch genommen werden (wir berichteten).
  

NICOLE FORSTNER


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Zum Thema
HC Erlangen
Gründungsdatum:
11.4.2002



Kurzbeschreibung:
Der HC Erlangen setzt die lange Geschichte des Erlanger Handballs fort. Die traditionsreichen Vereine TV 48 Erlangen und TB 88 Erlangen schlossen sich 1983 zur HG Erlangen zusammen und legten damit den Grundstein für den heutigen Erfolg. Die Konkurrenz von der CSG Erlangen stieg 1989 in die 2. Liga auf, die HG folgte 1996. 2001 fusionierten beide Vereine zum HC Erlangen, der sich bis zum Abstieg 2004 in der 2. Handball-Bundesliga halten konnte. 2008 gelang unter Frank Bergemann, der bis heute im Amt ist, der Wiederaufstieg. 2010/2011 schaffte der HCE die Qualifikation für die eingleisige 2. Bundesliga, 2011/2012 scheiterten die Erlanger nur denkbar knapp am sensationellen Aufstieg in die 1. Liga. Seine Heimspiele trägt der HCE in der Karl-Heinz-Hiersemann-Halle aus.