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Konfuzius-Institut bleibt Erlangen fest verbunden

Auch bei Wechsel nach Nürnberg will Institut sich im Bereich Sinologie an der Uni engagieren - 17.02.2014 14:45 Uhr

Das Jahr des (Holz-)Pferdes signalisiert in China die Erwartung an Schnelligkeit und Ausdauer. Das Konfuzius-Institut hat sich das als guten Vorsatz genommen.

Das Jahr des (Holz-)Pferdes signalisiert in China die Erwartung an Schnelligkeit und Ausdauer. Das Konfuzius-Institut hat sich das als guten Vorsatz genommen. © Peter Millian


Das versprach seine Direktorin Yan Xu-Lackner beim traditionellen Neujahrsempfang im DB-Museum in Nürnberg. Es werde sich eine Arbeitsteilung dergestalt einstellen, dass Erlangen Schwerpunkt der universitären Seite des Instituts bleibe — also der Lehre und Forschung sowie als Standort der chinesischen Stipendiaten – , dass aber Nürnberg mit seiner reicheren Museen- und Kulturlandschaft als Basis des kulturellen Austausches zwischen Mittelfranken und dem Reich der Mitte dienen werde.

Eng verflochten

Wie stark bereits heute die Verflechtungen im universitären Bereich sind, war den Worten von Hochschul-Präsident Karl-Dieter Grüske zu entnehmen. Grüske, der auch Vorstandsvorsitzender des Instituts ist, erinnerte noch einmal an den harten Kampf um den Standort Nürnberg-Erlangen für das Konfuzius-Institut, das 2006 das erste in Bayern und – nach Berlin – deutschlandweit das zweite war. Auch im gerade begonnenen „Jahr des Pferdes“ – in der chinesischen Mythologie folgt das Pferd der Wasserschlange – zeige sich, dass das Institut nicht das befürchtete „trojanische Pferd“ chinesischer Außenpolitik geworden sei, vielmehr eine Schnittstelle der Forschung und der Wissenschaften mit dem städtischen Leben.

Wie angesehen die Sinologie mittlerweile sei, zeige sich in dem Internationalen Kolleg für geisteswissenschaftliche Forschung, bei dem die Erlanger Sinologie bedeutende Drittmittel eingeworben habe. Und mit Prof. Michael Lackner habe man einen Sinologen, der sogar im renommierten Universitätsverlag der Shanghaier Fudan-Universität verlegt werde. Dies drücke sich auch darin aus, dass im letzten Jahr allein acht chinesische Delegationen die Friedrich-Alexander-Universität besuchten und diese mit 14 chinesischen Universitäten Kooperationen pflege. Zudem steige die Zahl chinesischer Studierender und Gastwissenschaftler kontinuierlich an.

Großes Interesse

Erlangens Bürgermeisterin Birgit Aßmus verwies darauf, dass in Erlangen über 600 Chinesen leben und die Stadt sogar über eine chinesische Schule verfüge. Und der Verein Medical Valley pflege enge Kontakte nach China – beim anstehenden Medizin-Technik-Gipfel Ende Februar gebe es sogar eine eigene China-Session. Sowohl Schulen, die Universität als auch der Weltkonzern Siemens pflegten darüberhinaus auch das Studium der chinesischen Sprache und Kultur. Diese Anstrengungen zeigten sich auch daran, dass beim Neujahrsempfang auch Direktoren Erlanger Gymnasien und der ständige Kooperationspartner Stadtarchiv anwesend waren.



Wie stark das Interesse an der chinesischen Alltagskultur – wie der Musik – ist, zeigte sich beim Neujahrsempfang im großen Beifall für die jungen Musiker der Guzheng-Musikschule in der Partnerregion Shenzhen, die gemeinsam mit Mitgliedern der Akademie für darstellende Kunst Hongkong derzeit Gäste in der Region sind. Zusammen mit ihren Kolleginnen der Hochschule für Musik präsentierten sie ein musikalisches Menue von mild (wie das Essen in Nordchina) bis feurig (wie in Südchina).
  

Peter Millian

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