Mittwoch, 14.11.2018

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Landesgartenschau 2024 wird neu ausgeschrieben

Umweltministerium kündigt neues Verfahren an - 08.05.2017 13:00 Uhr

Im Bürgertreff in der Isarstraße herrschte bei der Abstimmung über die beiden Bürgerentscheide reger Andrang. © Harald Sippel


„Mit Bedauern“ hat Bayerns Umweltministerin Ulrike Scharf den Ausgang der Abstimmung über die Landesgartenschau 2024 zur Kenntnis genommen. In einer Pressemitteilung der Ministerin heißt es wörtlich: „Ein solch umfangreiches Projekt wie eine Landesgartenschau kann nur mit Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger erfolgreich umgesetzt werden. Ich werde dem Ministerrat Vorschläge für ein neues Verfahren bei der Bewerbung für Gartenschauen vorlegen, bei denen eine intensive Bürgerbeteiligung wesentliches Bewertungskriterium sein wird. Die Ausschreibungen für die Gartenschauen sollen in Zukunft auf der Grundlage des neuen Bewerbungs- und Vergabeverfahrens erfolgen.“ Ferner teilt Scharf mit, dass die Landesgartenschau 2024 neu ausgeschrieben wird.


Nicht nur das Endergebnis zur Landesgartenschau ist eindeutig. Ein genauer Blick auf die einzelnen, ingesamt 58 Stimmbezirke, zeigt: Nirgendwo konnten sich die LGS-Befürworter durchsetzen. Die größte Ablehnung gab‘s dabei im Stimmbezirk 55, Dechsendorf-Süd. Hier votierten 82,1 Prozent für Ja und damit gegen eine Landesgartenschau in Erlangen.

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Bürgerentscheide LGS und Erba-Häuser: Erlangen stimmt ab

In Erlangen bahnten sich die Bürger den Weg zu den Wahlurnen: Bei den Abstimmungen am Sonntag ging es um die Zukunft der Erba-Häuser sowie um die Durchführung der für 2024 geplanten Landesgartenschau.



Ganz anders sieht es bei der Abstimmung über die Erba-Häuser aus. Hier konnten sich die Gegner eines Abrisses nur in drei Stimmbezirken durchsetzen. Das beste Ergebnis (53 Prozent) gab‘s im Stimmbezirk 4, Burgberg-West, gefolgt von den Stimmbezirken Bachfeld-Süd (50,8 Prozent) und Bierlach-Süd (50,3 Prozent).


Insgesamt betrug die Wahlbeteiligung bei 41,6 Prozent und war damit geringer als bei der Abstimmung über die Stadt-Umland-Bahn (StUB) 2016. Die Wahlbeteiligung lag damals bei 44,9 Prozent. 

Zum Vergleich: Bei der letzten Kommunalwahl im Jahr 2014 gaben 49,3 Prozent der knapp über 82 000 wahlberechtigten Erlangerinnen und Erlanger ihre Stimme ab.


Nur dreimal seit dem ersten Bürgerentscheid 1998 in Erlangen lag die Wahlbeteiligung über 40 Prozent: 2004 als es um die Weiterführung des Bebauungsplanverfahrens zu den Erlangen Arcaden ging (49,5 Prozent) sowie 2005 bei zwei Abstimmungen, ebenfalls über die Arcaden. Damals lag die Wahlbeteiligung bei fast 70 Prozent. Allerdings fand zeitgleich die Landtagswahl statt. 

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