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Landesgartenschau: Die Erlanger sollen mitentscheiden

Bürgerbeteiligungskonzept will Interessierte in Planungsschritte einbinden - 19.10.2016 06:00 Uhr

Die Stadt Erlangen will wie Bayreuth (Foto) viele Besucher in ihre Landesgartenschau locken. Bei der Ausgestaltung und Realisierung des Projektes sollen die Bürger aktiv mitarbeiten. © Richard Reinl


Der Anspruch, den Stadtplanungsreferent formuliert, ist ambitioniert: "Die Bürger sollen vielfältig in die verschiedenen Verfahrensschritte der Planung einbezogen werden“", sagt Josef Weber. Um die Gestaltung der Landesgartenschau 2024 geht es. Die Bürger sollen mitentscheiden - vom Anfang der Planung bis zur Eröffnung, von der Wettbewerbsphase also bis zur konkreten Realisierung.

Die Beteiligung beginne, so Weber, schon bei der Erstellung des Auslobungstextes für die Architekten, die sich um die Realisierung der Landesgartenschau bewerben. Ihre Ideen und Anregungen für dieses "Pflichtenheft", so nennt es Weber, dürfen, können und sollen die Bürger einbringen.Die Beteiligung, die Weber sich vorstellt, ist jedoch nicht nur auf die Wettbewerbsphase beschränkt. Auch Zwischenergebnisse sollen wieder auf den öffentlichen Prüfstand: Zum Beispiel "durch begleitende Kolloquien".

Und auch bei der endgültigen Ausgestaltung sei der Bürger wieder gefragt: "Wichtig ist uns, die Stadtgesellschaft bei der konkreten Umsetzung zu beteiligen", sagt Weber. Er denkt dabei etwa an die Einrichtung eines Beirates und öffentliche Foren, die regelmäßig tagen. Dieses Konzept zur Einbeziehung der Bürger in die Planungen zur Landesgartenschau legt Weber dem Stadtrat vor. Es soll spätestens im November diskutiert und beschlossen werden.Die Stadt hat im Mai diesen Jahres die Zusage erhalten, im Jahr 2024 die Landesgartenschau ausrichten zu dürfen. In diesem Jahr fand die Landesgarteschau in Bayreuth statt. Mit großen Events wie dem Ballonglühen zogen die Bayreuther dabei alle Blicke auf sich.

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Das Projekt wird von einer breiten parlamentarischen Mehrheit im Stadtrat getragen. Die Stadträte der rot-grün-gelben Ampelkoalition hatten sich für die Landesgartenschau ausgesprochen. Ebenso wie die stärkste Oppositionsfraktion: Die CSU hatte ebenfalls ihr Plazet gegeben. Gleichzeitig hat sich eine Bürgerinitiative, deren Hauptinitiatoren die ÖDP-Stadträte Frank Höppel und Barbara Grille sowie der Umwelt- und Tierschützer Klaus Tuffner sind, formiert, die mit einem Bürgerentscheid die Realisierung der Landesgartenschau 2024 stoppen will.

  

RALF H. KOHLSCHREIBER

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