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Der Gemeinderat hat sich mit 10:3 Stimmen dafür ausgesprochen, den Auftrag für den Breitbandausbau zum Angebotspreis von 144000 Euro an die Firma ECONTEC zu vergeben. Gleichzeitig wurde die Verwaltung beauftragt, den Antrag auf staatliche Förderung von maximal 100000 Euro zu stellen.
Damit dürfte jetzt auch in der Bevölkerung wieder Ruhe einkehren, die endlich für das gesamte Gemeindegebiet eine flächendeckende Breitbandversorgung haben wollte und deshalb bei der letzten Bürgerversammlung ihren Unmut über die langwierige Verfahrensweise geäußert hatte.
Wie Diplom-Ingenieur Michael Räbiger vom Büro Corwese bei der Vorstellung der sieben eingegangenen Angebote erläuterte, sieht das Modell von ECONTEC eine Versorgung der Ortsteile über Richtfunk vor. Dazu müssen an den sieben Kabelverzweigern sechs bis zehn Meter hohe Antennen angebracht werden. Somit soll eine durchschnittliche Versorgung von 9 MBits erzielt werden.
Damit sprach man sich in dem Gremium gleichzeitig gegen die Angebote weiterer Anbieter wie Debus, Eifel Net, Internet & Co, MVOX und der Telekom aus, da man bei dem beschlossenen Konzept die größten Chancen für eine staatliche Förderung sieht. Ohne diese könne eine kleine Gemeinde wie Kleinsendelbach eine derartige Maßnahme nicht stemmen.
Heftig diskutiert wurde auch über die Gemeindeverbindungsstraße von Kleinsendelbach nach Dormitz, die entlang der Baggerseen führt und auf der immer wieder die widerrechtlich geparkten Fahrzeug für Ärger mit den Rettungsfahrzeugen und dem landwirtschaftlichen Verkehr sorgen. Um seitens der Gemeinde Kleinsendelbach endlich Herr der Situation werden zu können, beschloss man jetzt ebenfalls mit drei Gegenstimmen, den bereits vorhandenen Halteverbotsschildern mit Zusatzschildern das Verbot jetzt auch auf den Seitenstreifen auszuweiten und auf den „Rettungsweg“ hinzuweisen.
Dabei vertrat Bernhard Mehl (Dgem) die Ansicht, dass eine Gemeindeverbindungsstraße zwei Gemeinden oder Gemeindeteile verbinden müsse, was hier aber nicht zuträfe, da die Gemeinde Dormitz von ihrer Seite aus diese Strecke gesperrt habe und nur für landwirtschaftlichen Verkehr Ausnahmen zulasse. Außerdem machte Gemeinderat Werner Schmitt (UWG) deutlich, dass seiner Ansicht nach noch genügend Platz für den durchfahrenden Verkehr auf der 2,50 Meter breiten Straße bliebe, wenn die parkenden Fahrzeuge soweit wie möglich auf dem Bankett stehen würden.
Nicht verständigen konnte sich der Gemeinderat an diesem Abend auf einen gemeinsamen Beschluss zu dem Antrag des Tierschutzvereins Forchheim, einer pauschalen Zuweisung von 0,10 Euro pro Einwohner für die Betreuung und ärztliche Versorgung von Fundtieren im dortigen Tierheim zuzustimmen. Hier müsste man noch in aller Ruhe über ein weiteres Vorgehen beraten, so Bürgermeisterin Gertrud Werner (UWG), da man ja schon an das Tierheim in Eckental einen Obolus zahle und außerdem im Gemeindegebiet bislang nur ein Hund aufgegriffen wurde und in das Tierheim nach Forchheim geschafft werden musste.
