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Es scheint Ewigkeiten her, seit die EAV ihre größten Hits – und derer waren nicht wenige – eingespielt hatte. Und doch haben diese auch im Jahr 2012 noch immer einen hohen Wiedererkennungswert und gehen den begeisterten Besuchern locker von den Lippen.
Dieser Spaß ist alterslos: Angefangen von den gesetzteren Herrschaften bis zum sehr jungen Teenie ist alles in der bestuhlten Halle vertreten.
Der charakteristische, schräg-skurrile, hübsch verschmockte Gestus von Songs wie „Ba-Ba-Banküberfall“, „Märchenprinz“ oder „Küss die Hand, schöne Frau“ funktioniert auch in den leicht variierten, stärker angerockten Live-Versionen. Bei den fünf Mannen um Frontmann und Sänger Klaus Eberhartinger sitzt instrumentaltechnisch alles perfekt, kleine Schmankerl werden obendrein serviert. Da dürfen’s dann schon mal kurze Gitarren- oder Saxofon-Soli sein. Und so entwickeln die verschmitzt-ironischen Betrachtungen bestimmter Zeiterscheinungen auf der Bühne einen energetischeren Drive als auf einem Speichermedium.
Freilich macht dieser Mix aus Comedy und Kabarett auch nicht vor zahlreichen Wortbeiträgen Eberhartingers Halt, der sich über das Altern, Schönheitsoperationen, den Euro-Rettungsschirm, das Digitalzeitalter, Rabatte und Schnäppchenjäger so seine mehr oder weniger amüsanten Gedanken macht, derweil so mancher Liedbeitrag mit allerlei Kostümaccessoires und minimaler Bewegungschoreografie auch visuell ins Bild gesetzt wird. Ob die Mafiosi-Typologie beim Song „Heiße Nächte (in Palermo)“ oder die „Eiligen drei Könige aus dem Sorgenland“ des Songs „Fata Morgana“ – immer geht’s um vordergründige Zurschaustellung hintergründiger Witzeleien.
Chef Eberhartinger, der immerhin auch schon die 60 überschritten hat, tänzelt über die Bühne, gibt den smarten Hofnarren im schmeichelweichen Ösi-Idiom — und die Band rockt ab. Und alles ist so schön entspannt, leger und unterhaltsam. Große Begeisterung für augenzwinkernde Unterhaltung.
