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Weil es in den Klassenzimmern eiskalt sei, würden die Kinder aufgefordert, die Winterjacken an zu behalten, sagte Gemeinderätin Petra Lobenhofer-Brixner (CSU), und die Hausmeisterin der Schule bestätigte während der jüngsten Gemeinderatssitzung: „Die Heizung läuft, aber es ist definitiv zu kalt zum Sitzen“. Darum stehen die Sanierung der Heizungsanlage und die energetische Sanierung auch ganz vorne bei den Maßnahmen. Allerdings muss auch der Brandschutz verbessert werden, und dafür ist ein teures Brandschutzgutachten notwendig.
Bürgermeister Rainer Schmitt weiß aber schon jetzt: „Die Decke im Mitteltrakt ist brandschutztechnisch so nicht hinnehmbar und muss erneuert werden“. Auch die Elektroinstallation soll teilweise erneuert, die WC-Anlage modernisiert und die Beleuchtung in den Klassenzimmern verbessert werden.
Die Turnhalle will die Gemeinde gleich mitsanieren. Die Gesamtkosten waren ursprünglich einmal mit über einer Million Euro angesetzt worden, jedoch hat der Gemeinderat im Juli 2010 abgespeckt. Nach ersten damaligen Schätzungen der Architekten ist jetzt noch mit etwa 600000 Euro zu rechnen.
Zuwendungsfähig mit 39 Prozent sind aufgrund des Raumprogramms aber nur 479000 Euro. Auch die Turnhalle wird nicht gefördert, weil dem Schulverband Langensendelbach, zu dem Marloffstein gehört, nur eine Halle zusteht, und die ist in Langensendelbach angesiedelt. Trotzdem will die Gemeinde sie mit in Angriff nehmen, weil sie, wie Bürgermeister Schmitt sagte, intensiv unter anderem von Sportverein und Gymnastikgruppen genutzt werde.
Weil die Bauzeit etwa vier Monate dauert, müssen die Kinder vorübergehend ausgelagert werden. Ausweichräume für die beiden Klassen gibt es in Langensendelbach. Die Mittagsbetreuung soll in den Schulungsraum der Feuerwehr umziehen, die Hausaufgabenbetreuung in das Sitzungszimmer des Gemeinderats.
Weil sich die Gemeinde wegen der Maßnahme hoch verschulden muss, gab es zum Teil umfangreiche Diskussionen im Gemeinderat bis Ingeburg Borchert (CSU) „die unfassbare Diskussion“ mit einem mehrheitlich angenommenen Geschäftsordnungsantrag beendete.
Einstimmig wurden schließlich in separaten Abstimmungen die Sanierung beschlossen und die Haushaltsmittel bereitgestellt. Die Ermächtigung von Bürgermeister Rainer Schmitt zur Beauftragung der Fachplaner ging mehrheitlich über die Bühne.
