Montag, 17.12.2018

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Musicalspaß und Mundart-Freude zum Advent

Erlangens Kirchen als gut gefüllte Konzert- und Theatersäle - 12.12.2010 22:53 Uhr

In der Matthäuskirche führte die Städtische Sing- und Musikschule Erlangen zusammen mit mehreren Grundschulchören Auszüge aus dem Adventsmusical „Es begab sich aber“ auf. © Hans von Draminski


Auszüge aus dem christlichen Musical „Es begab sich aber“ von Gabriele Weißbach und Friedemann Wutzler hatte sich die Städtische Sing- und Musikschule für ihr großformatiges Adventsspektakel in der Matthäuskirche auf die Agenda gesetzt. Für den melodischen Sacro-Pop trieb man unter Leitung von Bärbel Hanslik einen nachgerade gigantischen Aufwand und mobilisierte unter anderem die Chöre der Grundschule Büchenbach-Dorf, der Grundschule Dechsendorf, der Friedrich-Rückert-Schule, der Heinrich-Kirchner-Schule, der Michael-

In der stimmungsvoll und nur spärlich beleuchteten Kirche St. Theresia spielten und sangen zur Fränkischen Weihnacht die Forchheimer Volksmusikgruppe, das Nürnberger Blechbläserquartett und die Söria Saitenspringer. © Klaus-Dieter Schreiter


Poeschke-Schule und der Grundschule Tennenlohe, ergänzt vom sogenannten JES-Chor mit Helene Knöll, Eva Malcherek, Emily Oldernburg, Monika Stadelmaier und Lars Vater.

Für die rockige Grundierung sorgte die Band der Musikschule mit Musikschulboss Mandi Riedelbauch am Tenorsax, ergänzt um ein gut disponiertes Blechbläserensemble, eine Percussion-Truppe, Flöten- und Streichorchester.

Kinder trugen die angenehm frechen, undogmatischen Texte vor, mit denen barocker und klassischer Stoff à la Pachelbel-„Canon“ und Scarlatti-Sonate mit modernen Stücken in überaus eleganter Manier geklittert wurden. Besonders anrührend gelang der jungen Marimbaphonistin Nina Altreuther die Interpretation von Evilyn Glennies „Little Prayer“, eine Schlagwerk-Meditation in hauchfeinem Pianissimo ganz ohne Erdenschwere. Dem setzte der Kinderchor frisch-alerte Christfest-Seligkeit entgegen. Behäbigkeit und Betulichkeit hatten hier keine Chance, die Geburt Christi wurde als betont fröhliche Angelegenheit lustvoll zelebriert.

Einer alten Tradition folgend ist gestern Abend in der Kirche St. Theresia in Sieglitzhof wieder eine Fränkische Weihnacht gefeiert worden. Initiiert worden war die stimmungsvolle Feier bereits in den 80er Jahren vom ehemaligen Bayerischen Landtagspräsidenten und Erlanger Ehrenbürger Wilhelm Vorndran.

„Was wäre eine Adventszeit in Sieglitzhof ohne die Fränkische Weihnacht“, fragte Bürgermeister Gerd Lohwasser in die Runde, als er die fast 250 Gäste in dem proppenvollen, in stimmungsvolles Licht getauchten Kirchenraum begrüßte. Er selbst, aber auch der Bayerische Innenminister Joachim Herrmann und Oberbürgermeister Siegfried Balleis, die ebenfalls unter den Besuchern waren, fühlten sich gleichermaßen verpflichtet, die von Wilhelm Vorndran eingeführte Tradition fortzusetzen, bekannte er.

Den weihnachtlich-musikalischen Teil bestritten die Forchheimer Volksmusikgruppe, das Nürnberger Blechbläserquartett und die Söria Saitenspringer aus Bärnfels. Zwischen den Musikstücken las der ehemalige Studiendirektor Reinhold Schmitt eigene weihnachtliche Verse in fränkischer Mundart. Zum Schluss sangen Gäste und Interpreten gemeinsam „Macht hoch die Tür“. 

hvd/kds

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