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Montag, 19.11.2018

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Neunkirchen: Bei der Jagd nach Faltern 16 Arten entdeckt

Wanderung am Hetzleser Berg mit dem Bund Naturschutz — Blühwiesen sorgen für Vielfalt - 13.08.2018 18:00 Uhr

Wunderschöne Exemplare von Tagfaltern konnten die Kinder mit den Schmetterlingsnetzen fangen, die dann gemeinsam bestimmt wurden. © Karin Weber


Etwa 20 Teilnehmer, darunter Familien mit Kindern, wanderten durch den lichten Wald östlich des Streitbaumes am Hetzleser Berg. Fachkundig führte Diplom-Biologin Rotraud Krüger die interessierte Gruppe.

Mit großer Begeisterung fingen die Kinder vorsichtig mit Fangnetzen Tagfalter und entließen sie nach ihrer Bestimmung wohlbehalten wieder in die Freiheit. Es konnten 16 verschiedene Arten festgestellt werden, z.B. Kaisermantel, C-Falter und Großes Ochsenauge. Verschiedene Weißlings- Arten wie Großer und Kleiner Kohlweißling sowie der Grünaderweißling fanden sich auf den nicht mehr zahlreich blühenden Pflanzen am Wegrand. Das besondere Highlight, der Nierenfleck, ein wunderschöner, auf der Unterseite orangefarbener Zipfelfalter, dessen Raupe an Schlehen frisst, wurde zur Freude aller Teilnehmer entdeckt. Als Vertreter der Nachtfalter wurde die schöne Spanische Flagge, ein auch tagsüber aktiver Vertreter dieser Art, gesichtet.

Der Rückweg führte entlang offener Flächen wie Brachflächen mit Brenn-Nesseln, die leider immer seltener werden, an denen die typischen schwarzen Raupen des Tagpfauenauges entdeckt werden konnten. Durch die Teilnahme am Vertragsnaturschutzprogramm werden diese artenreichen Brachen gefördert und durch die Anlage von Blühwiesen die Artenvielfalt und Erhaltung dieser Insekten gefördert.

Die Teilnehmer dieser Wanderung freuten sich neben der Vielfalt in der Natur an den guten Erläuterungen der Referentin nach dem Motto: Setz einfach nur den richtigen Blick ein, oder "schau hald gscheid hie".

Insgesamt zeigte die Wanderung, wie wichtig es ist, auch in Zukunft derartige Naturrefugien wie am Hetzleser Berg nicht nur zu erhalten, sondern auch an anderen Stellen, etwa den Bach- und Ackerrändern wieder aufzubauen – erste begrüßenswerte Ansätze dieser Art zeigen, dass dieses Denken wieder mehr Einzug gefunden hat.  

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