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OB sieht Erlangen für TechFak wieder im Rennen

Nach Aus eines Uni-Ablegers auf AEG-Areal ist die Standort-Frage offen - 19.01.2017 06:00 Uhr

Nach dem Scheitern des Teil-Umzugs der Tech Fak vom Südgelände (Bild) nach Nürnberg hält die Suche an.


"Die Entwicklung der TechFak kann nicht allein in Nürnberg entschieden werden", sagte er den Erlanger Nachrichten. Die Standort-Frage sei nun wieder offen. Welche Fläche für den Teil-Umzug der Technischen Fakultät (TechFak), die bisher auf dem Erlanger Südgelände angesiedelt ist, in Frage kommt, müssten die betroffenen Städte, Ministerien und Hochschulen gemeinsam finden. Dazu fordert der Erlanger Rathauschef die Einberufung eines so genannten Runden Tisches.

Doch wo Janik in Erlangen geeignete Gebiete sieht, sagt er nicht: "Die Debatte um AEG hat gezeigt, dass die beste Möglichkeit einen Standort unmöglich zu machen, die ist, ihn laut herauszuposaunen." Damit spielt der OB an die gescheiterten Verhandlungen zwischen der Eigentümer-Gruppe des früheren AEG-Areals in Nürnberg, der MIB-Gruppe, und dem Freistaat an.

Bayerns Finanzminister Markus Söder hatte damals schon sehr früh öffentlich die Summe von 100 Millionen Euro ins Spiel gebracht, die Bayern für das Gebiet zahlen würde. Von diesem Zeitpunkt an hatte die MIB-Gruppe diese Summe gefordert. Als Grund des Scheitern wurde allerdings zum Jahresende 2016 angegeben, die Nürnberger AEG-Fläche sei für Bedürfnisse der TechFak der Friedrich-Alexander-Universität (FAU) Erlangen-Nürnberg zu klein.

In der Standort-Debatte wurden und werden derweil aus diversen Kreisen verschiedene Möglichkeiten ins Feld geführt. Die Erlanger FDP etwa bringt Gebiete in Tennenlohe ins Gespräch, die CSU nennt als potenzielle Ansiedlungsorte für universitäre Einrichtungen unter anderem Flächen entlang der B 4 von Großgründlach bis zum Wegfeld sowie ein zehn Hektar großes Grundstück an der Staudtstraße.

OB Janik warnt bei der Standort-Suche jedoch vor Schnellschüssen. Auch die vor allem aus CSU-Kreisen stammenden Vorwürfe, er würde sich in der Angelegenheit zu wenig für die Stadt Erlangen einsetzen, weist der Rathauschef zurück: "Ich sehe meinen Job nicht darin, jetzt schnelle Schlagzeilen zu produzieren." Sein Job sei es, und das sei der Job für die gesamte Region, für die Universität für die nächsten 30 bis 40 Jahre Voraussetzungen zu schaffen, dass sich diese sehr gut entwickeln könne. Auch der Erlanger Stadtrat befasst sich am Donnerstag, 19. Januar, mit dem geplanten Teil-Umzug der Technischen Fakultät.

Nach dem Scheitern des Umzugs der Technischen Fakultät auf das AEG-Gelände in Nürnberg fielen die Reaktionen in Erlangen unterschiedlich aus. 

SHARON CHAFFIN

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