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Bei der ersten Sitzung des Gemeinderates im renovierten Rathaus an der Hauptstraße ging es vor allem um die Schule. Alle Räte sprachen sich dafür aus, die nötigen Maßnahmen für die Modernisierung des Brandschutzes in Auftrag zu geben.
Die Umsetzung des Brandschutzkonzeptes der Schulsporthalle hatte das Architekturbüro Siewertsen (Baiersdorf) übernommen. Das wäre bereit, zu den gleichen Bedingungen die Arbeiten in der Schule durchzuführen. Da für den Brandschutz in der Schule 10000 Euro in den Haushalt eingestellt sind und die Arbeiten zügig vorangehen sollen, beschlossen die Räte die Vergabe der Leistungsphasen 1 bis 9 an das Büro Siewertsen.
Die Toiletten in der Schulsporthalle waren nicht im Sanierungsplan enthalten gewesen. Sie sind gegenwärtig immer noch in einem beklagenswerten Zustand. Die Anwesenden waren sich einig, dass hier dringend etwas getan werden müsse: Fliesen, Trennwände, Einrichtungsgegenstände und Heizkörper gehörten erneuert und auch die Elektrik und die Entwässerungsanlagen müssten überholt werden. Die Kosten dafür würden sich auf etwa 15000 Euro belaufen. Für die Schulsporthalle ist die Bauabnahme durch die Aufsichtsbehörde inzwischen erfolgt; es kann davon ausgegangen werden, dass diese voraussichtlich rund 57000 Euro weniger kosten wird als veranschlagt. Deshalb wurde der Beschlussvorschlag bezüglich der Toiletten einstimmig angenommen.
Umwandlung ermöglicht
Der seit 2007 existierende Förderverein hat die Umwandlung der Poxdorfer Schule in eine Tagesschule ermöglicht. Durch eigene Einnahmen und Zuschüsse von der Regierung und der Gemeinde finanziert er die Mittags- und Nachmittagsbetreuung der Schülerinnen und Schüler bis 16 Uhr. Die Kinder essen in der Schulmensa. Danach nehmen sie an verschiedenen, frei wählbaren Arbeitsgemeinschaften teil oder sind in der Hausaufgabenbetreuung. Einmal im Monat findet in der Aula das „Gesunde Frühstück" statt, bei dem die Kinder sich vom vorbereiteten Buffet selbst bedienen und im sozialen Miteinander ihr Vorliebe für Schnittlauchbrote und Ähnliches entdecken. Das qualifizierte Personal für alle Aktivitäten wird vom Förderverein bezahlt.
Da die Gemeinde der Schulträger ist, hatte sie dem Förderverein mit jeweils 10000 Euro pro Jahr unter die Arme gegriffen. Für das Schuljahr 2012/2013 zeichnet sich jedoch ab, dass das nicht reichen wird, da für die Hausaufgabenbetreuung entsprechend neuer Vorschriften nur noch qualifizierte und damit teurere Kräfte eingesetzt werden dürfen. Außerdem musste nach der Pensionierung des Hausmeisters jemand eingestellt werden, der die Schule morgens aufschließt und die Frühbetreuung ab 7 Uhr übernimmt. Um die zu erwartende Finanzierungslücke zu schließen, hat der Förderverein darum gebeten, den gemeindlichen Zuschuss für 2012/2013 auf 15200 Euro zu erhöhen.
In der Sitzung hatten als Vertreter des Fördervereins die Kassenwartin Katrin Kraus und die 1. Vorsitzende Annette Stratmann-Voß Gelegenheit, den Räten im Detail zu erläutern, wozu die Gelder verwendet werden. Katrin Kraus wies darauf hin, dass 9000 Euro des Zuschusses der Regierung von Mittelfranken (insgesamt etwa 22646 Euro) allein für die Nachmittagsbetreuung bis 16 Uhr gezahlt würden; ohne den Förderverein würde dieses Geld nicht nach Poxdorf fließen. Der Gemeinderat beschloss ohne Gegenstimmen, den Zuschuss in der gewünschten Höhe von 15200 Euro zu gewähren; jedes Jahr müsse jedoch ein neuer Antrag gestellt und begründet werden.
Schließlich wurde noch über eine Entscheidung des Schulverbandes Baiersdorf beraten, zu dem Poxdorf gehört. Mit Wirkung vom 1. August 2013 beabsichtigt dieser, dem Schulverbund Erlangen beizutreten. Rektor Hans Schaub von der Grundschule Poxdorf war geladen, um den Räten die Situation zu erläutern. Hans Schaub führte aus, dass bisher zahlreiche Poxdorfer Schüler nach Abschluss der 4. Klasse die Mittelschule in Baiersdorf besuchen. Dort gingen aber die Schülerzahlen stark zurück, so dass die Baiersdorfer Mittelschule nicht mehr alle Fächer anbieten könne. In einem solchen Fall sei die Schule gehalten, einen Schulverbund mit anderen Schulen in der Nähe einzugehen. Baiersdorf habe den Schulverbund mit Erlangen gewählt, der zur Zeit aus drei Erlanger Mittelschulen besteht.
Für Schulverbund plädiert
Für die Poxdorfer Schüler würde das bedeuten, dass sie je nach Stundenplan zwischen vier verschiedenen Schulen pendeln müssten. Hans Schaub: „Ich halte das aus pädagogischen und sozialen Gründen für nicht sinnvoll. Schule soll nicht nur Fachinhalte vermitteln, sondern auch soziale Kompetenz lehren. Man darf nicht bestehende Bindungen kappen, ohne etwas Neues aufzubauen. Deshalb plädiere ich für einen Schulverbund mit Forchheim“.
Die Poxdorfer Schüler könnten gemeinsam dorthin fahren und je nach Wunsch auf der Haupt-, Mittel- oder Realschule oder auf dem Gymnasium weitermachen. Die Mittelschule in Forchheim sei groß und könne alle Fächer anbieten.
Das beredte Plädoyer des Poxdorfer Rektors für seine Schüler überzeugte die Räte, so dass sie dem Antrag des Schulverbandes Baiersdorf ihre Zustimmung versagten und der Bürgermeisterin den Auftrag gaben, einen Beitritt zum Schulverband Forchheim vorzubereiten.

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