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Dienstag, 21.08.2018

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Rauchmelder retten Familie in Eckenhaid

Eltern und fünf Kinder verließen bei Brand rechtzeitig das Haus - 15.03.2018 19:00 Uhr

Ins Freie gebracht haben die Feuerwehrleute die brennenden Matratzen und dann dort endgültig abgelöscht. © Stefan Brunner


Kurz vor zwei Uhr morgens war bei der Integrierten Leitstelle Nürnberg ein Notruf eingegangen, dass in einem Zimmer eine Matratze brenne. Beim Eintreffen der um 1.57 Uhr alarmierten Feuerwehren aus Eckenhaid und Eschenau stellte sich erst die ganze Dramatik des Geschehens heraus: Den ersten Ermittlungen zu Folge war es durch einen im Bereich des Kinderbetts liegenden LED-Lichtschlauch zu einem Schwelbrand der Matratze und der Kissen gekommen.

Daraufhin hatte der an der Decke angebrachte Rauchmelder ausgelöst und sowohl die beiden im Raum schlafenden Kinder als auch deren Eltern und Geschwister in den Nachbarzimmern gewarnt, so dass sie sich rechtzeitig in Sicherheit bringen konnten. Der Vater war dann nochmals in die Wohnung zurückgelaufen, um den Brand mit einem Handfeuerlöscher einzudämmen, was ihm größtenteils auch gelang, nicht ohne aber den giftigen Brandrauch einzuatmen.

Der Angriffstrupp der Feuerwehr Eckenhaid ging nach dem Eintreffen unter schwerem Atemschutz in das Zimmer im Dachgeschoss vor und brachte die noch glimmenden Matratzen nach draußen, wo sie endgültig abgelöscht wurden, die Feuerwehr Eschenau stellte einen Sicherungstrupp. Somit war die Brandbekämpfung innerhalb weniger Minuten abgeschlossen.

Während die Mutter und die Kinder im Nachbarhaus unterkamen, wurde der Vater vom Rettungsdienst vor Ort erstversorgt und vorsorglich zur Beobachtung in eine Klinik gebracht. Kreisbrandmeister Sven Menger und Kreisbrandinspektor Stefan Brunner, die zur Unterstützung des Einsatzleiters, Kommandant Jörg Kubat, ebenfalls mitalarmiert worden waren, zeigten sich erleichtert über den glimpflichen Ausgang des Geschehens und gaben der Familie Tipps zum weiteren Verhalten nach dem Brand.

Die Feuerwehr belüftete die Wohnung abschließend. Durch die frühe Branderkennung und die schnelle Brandbekämpfung durch den Vater und die Feuerwehr konnte der entstandene Sachschaden an der Einrichtung vergleichsweise gering gehalten werden, so dass die Familie weiter darin wohnen kann. Die Polizei nahm die weiteren Ermittlungen auf.

Seitens der Feuerwehr wird auf die hohe Brandgefahr hingewiesen, die von elektrischen Geräten, die sich am oder gar mit im Bett befinden, ausgehen kann, sowohl bei technischen Defekten als auch beim ganz normalen Gebrauch, wenn sich die beim Betrieb entstehende Wärme in Kissen oder Bettwäsche staut und das Gerät dadurch überhitzt. Deswegen sollten insbesondere auch Eltern darauf achten, dass Lampen, aber auch Handys, Smartphones oder Geräte der Unterhaltungselektronik nachts nicht im Bett ihrer Kinder liegen oder dort gar aufgeladen werden. Und: In der gesamten Wohnung sollten elektrische Geräte, die nachts nicht unbedingt in Betrieb sein müssen, richtig ausgeschaltet und nicht im Stand-by belassen werden. Das senkt die Brandgefahr — und schont letztendlich auch den Geldbeutel.

  

STEFAN BRUNNER

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