Sonntag, 17.02.2019

|

zum Thema

Semesterticket: FAU und TH rufen zur Urabstimmung auf

Im Januar sollen Studierende über das endgültige Angebot des VGN entscheiden - 21.11.2014 10:28 Uhr

Die Studenten der FAU und der TH Nürnberg können über das Semesterticket abstimmen. © Marcel Staudt


Die vorerst letzte Verhandlungsrunde mit Vertretern des Verkehrsverbundes Großraum Nürnberg (VGN), des Studentenwerks Erlangen-Nürnberg, des studentischen Aktionsbündnisses und den beiden Oberbürgermeistern Ulrich Maly (Nürnberg) und Florian Janik (Erlangen)  brachte den Durchbruch: ein Konzept für ein Semesterticket, das für alle Seiten einigermaßen akzeptabel erscheint.

Die wichtigsten Details: Das Semesterticket soll im gesamten VGN-Verbundgebiet und für ein Semester (sechs Monate) gültig sein. Die ursprünglich geplante und heftig kritisierte Altersgrenze von 26 Jahren entfällt.

Das für alle Studierenden verpflichtende Sockelticket soll 65 Euro kosten. Es gilt von Montag bis Freitag im Zeitraum zwischen 19 Uhr abends und 6 Uhr morgens sowie an Wochenenden und Feiertagen ohne Ausschlusszeit.

Das freiwillige Zusatzticket soll 193 Euro kosten. Das braucht man aber, um von Montag bis Freitag rund um die Uhr die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen zu können.

VGN gegen Ausfälle abgesichert

Ein weiterer Punkt: Die Kommunen sichern den VGN gegen eventuelle Einnahmeausfälle ab. Diese Absicherung ist zunächst auf ein Jahr bis zum Wintersemester 2016/2017 begrenzt. Danach wird eine Bilanz gezogen, wie viele Zusatztickets verkauft wurden. Falls sie sich besser verkaufen als erwartet, könnte es dann eventuell eine Preissenkung geben.

Bilderstrecke zum Thema

Flashmob: Studenten fordern bezahlbares Semesterticket

In München konnte es im Oktober letzten Jahres realisiert werden, in Nürnberg hingegen noch nicht: Ein bezahlbares Semesterticket für Studenten. Für die Realisierung kämpften um die 150 Studenten mit einem friedlichen Flashmob vor der VGN-Geschäftsstelle.


"Aus unserer Sicht wäre ein noch attraktiveres Angebot sicher wünschenswert gewesen", sagt Otto de Ponte, Geschäftsführer des Studentenwerks, "insbesondere mit Blick auf diejenigen, die ein Studium in Erlangen oder Nürnberg in Erwägung ziehen." Es sei bis zuletzt hart verhandelt worden, "aber mehr war am Ende nicht zu erreichen", fügt er hinzu.

Das Angebot sei aber dennoch eine Verbesserung zum aktuellen Zustand. Denn gegenwärtig kostet ein auf Nürnberg/Fürth/Erlangen beschränkter Semester-Fahrschein für vier Monate 260,80 Euro. "Wenn man für ein halbes Jahr im ganzen VGN-Gebiet die gegenwärtig günstigsten Zeitkarten nähme, käme das etwa 30 Prozent teurer als das geplante Semesterticket", erklärt Studentenwerkssprecher Uwe Scheer.

Studenten zur Urabstimmung aufgerufen

Nachdem das Verhandlungsergebnis feststand, beriet sich das hochschulübergreifende studentische Aktionsbündnis mit den Studierendenvertretungen der beiden größten Hochschulen in der Metropolregion Nürnberg. Sowohl das Studierendenparlament der TH als auch der studentische Konvent der FAU beschlossen:

In einer Urabstimmung unter den Studierenden beider Hochschulen soll entschieden werden, ob das Semesterticket entsprechend dem aktuellen Angebot des VGN eingeführt wird oder nicht. Damit es das Ticket zum Wintersemester 2015/16 geben kann, müsste in den Urabstimmungen an beiden Hochschulen jeweils die Mehrheit für die Annahme des VGN-Angebots stimmen.

Das studentische Aktionsbündnis teilte gestern mit, dass diese Urabstimmungen bereits im Januar 2015 durchgeführt werden sollen. "Das Studentenwerk steht weiterhin an der Seite der Studierenden", sagt de Ponte, "wir wünschen den beiden Abstimmungen viel Erfolg und sichern unsere Unterstützung zu."

Umfassende Informationen zum Thema Semesterticket, insbesondere zur Entwicklung in der Region Erlangen-Nürnberg, gibt es auf der Studentenwerks-Homepage  unter "Projekte" bei "Semesterticket". 

Vanessa Druse

14

14 Kommentare

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Erlangen, Nürnberg