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Die Reaktion auf Florian Janiks frühe (Wahl-)Kampfansage hat nicht lange auf sich warten lassen.
Nur wenige Tage, nachdem die Sozialdemokraten ihren jahrelang sorgsam aufgebauten Spitzenmann für das Erlanger Rathaus auch offiziell als OB-Kandidaten für die Kommunalwahlen 2014 auf den Schild gehoben haben, trumpft mit einem ebenso überraschenden wie geschickten Spielzug Amtsinhaber Siegfried Balleis auf — und damit jener Mann, der monatelang eisern zu möglichen zukünftigen Ambitionen in der Politik oder anderswo geschwiegen und sich nun festgelegt hat: Siegfried Balleis will Erlangens Stadtoberhaupt bleiben — auch über den März 2014 hinaus.
Nach monatelangem Hin und Her in Stadtratsgremien und Abstimmungsgesprächen setzt sich der amtierende Oberbürgermeister in der Sporthallendebatte jetzt (wohl auch aus Mangel an umsetzbaren Alternativen) für die große Lösung ein – und plötzlich scheint das möglich, wovon selbst die größten Optimisten unter HCE-Fans wie Befürwortern von mehr Hallenkapazität für Schul-, Uni- und Breitensport nicht mehr zu träumen gewagt hatten.
Schon im Jahr 2015 könnte eine neue vielseitig nutzbare Mehrfachhalle an der Hartmannstraße gebaut sein (die EN berichteten) — den Kosten und den übrigen Baustellen in der Stadt (Stichworte Bäder oder ÖPNV-Ausbau) zum Trotz.
Und das Beste daran: Den Worten könnten dieses Mal tatsächlich Taten folgen. Denn Balleis hat durch interfraktionelle und interkommunale Gespräche hinter den Kulissen offenbar bereits das Fundament für einen Neubau gelegt.
Der SPD, die sich längst für den bundesligatauglichen Umbau der Hiersemann-Halle und damit zumindest zum jetzigen Zeitpunkt gegen einen Sporthallen-Neubau ausgesprochen hat, dürfte diese Entwicklung nicht sonderlich gut gefallen, insbesondere nicht aus strategischen Gründen.
Während Balleis in den vergangenen Monaten – Beispiel Ausländeramtsaffäre oder umstrittene Umfrage zur Stadt-Umland-Bahn (StUB) – allzu oft mit Verteidigen beschäftigt war und ihm dann auch noch Mitglieder der CSU-Fraktion bei einem zentralen Beschluss zur StUB eine geschlossene Mannschaftsleistung verweigerten, indem sie gegen den OB mit der Mehrheit für eine Anmeldung für StUB-Fördergelder stimmten, versucht sich der Amtsinhaber nun als Spielmacher. Man darf auf Florian Janiks Konter-Versuch gespannt sein. Der Wahlkampf ist eröffnet!

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