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Sprachgewirr und Dichterkunst beim 32. Poetenfest

Gelungener Auftakt in Erlangen mit Lyrik und großen Namen - 25.08.2012 15:29 Uhr

Erlangen  - Noch bis Sonntag, 26. August, sind beim 32. Poetenfest rund um den Erlanger Schlossgarten Literaten und Literaturfans aus nah und fern zu Gast. Zum Auftakt gab es eine "Nacht der Poesie", Lesungen und Ausstellungen. Hier ein kleiner Streifzug durchs Festival.

Ein Blick in die Ausstellung „Blumenfresser 312: Arten“ im Kellergewölbe des „Gummi Wörner“.
Ein Blick in die Ausstellung „Blumenfresser 312: Arten“ im Kellergewölbe des „Gummi Wörner“.
Foto: Erich Malter
Ein Blick in die Ausstellung „Blumenfresser 312: Arten“ im Kellergewölbe des „Gummi Wörner“.
Ein Blick in die Ausstellung „Blumenfresser 312: Arten“ im Kellergewölbe des „Gummi Wörner“.
Foto: Erich Malter

Die Stimmen aus den Lautsprechern sind übereinander gelagert. Es geht um „Arten, einen Salat zu waschen“. Die deutschen Sätze verwandeln sich in fremde Sprachen, werden wieder zurück übersetzt. Das Ergebnis ist fast gleich, aber doch anders.

Rapper Bernhard Wunderlich bei der „Nacht der Poesie“ im Markgrafentheater.
Rapper Bernhard Wunderlich bei der „Nacht der Poesie“ im Markgrafentheater.
Foto: Erich Malter
Rapper Bernhard Wunderlich bei der „Nacht der Poesie“ im Markgrafentheater.
Rapper Bernhard Wunderlich bei der „Nacht der Poesie“ im Markgrafentheater.
Foto: Erich Malter

Im Gewölbekeller des „Gummi Wörner“ am Martin-Lutherplatz ist bis Sonntag, 26. August, die Ausstellung „Blumenfresser 312: Arten“ geöffnet (15—21 Uhr). Das gleichnamige Nürnberger Literaturmagazin hat hier Künstler und Autoren zusammen gebracht. Texte sollten dabei Zeichner inspirieren, Zeichnungen die Schriftsteller. Das „Salat-Sprachgewirr“ wird beispielsweise mit einem Bild des Erlangers Michael Jordan illustriert. Ein paar Menschen sitzen hier mit Kopfhörern wie im Sprachlabor. Es könnte aber auch sein, dass sie Androiden sind, denen per Drähte neue Befehle erteilt werden.

Mit dem Übertragen von Texten von der einen in die andere Sprache beschäftigen sich auch wieder die Teilnehmer der „Erlanger Übersetzerwerkstatt“. Ein offenes Arbeitstreffen, das Neugierigen immer wieder vor Augen führt, wie anspruchsvoll und diffizil diese literarische Vermittlungsarbeit ist.

Gezischt, gewispert, geflüstert und gebrüllt wurde bereits am Vorabend bei der „Nacht der Poesie“ im Markgrafentheater: eine Radio-Live-Sendung von Bayern2, die den vielen aufmerksamen Zuhörern zwei kurzweilige Stunden Lyrik bescherte (siehe auch EN-Hauptteil).

Großer Andrang herrschte dann am Freitagabend bei der „Literatur-Verteidigerin“ Sigrid Löffler, die in der Orangerie über ihre Arbeit als Kritikerin und Gründerin der Zeitschrift Literaturen berichtete, und beim Autorenporträt mit Uwe Timm im Markgrafentheater. Alle Poetenfest-Besucher, die dann immer noch nicht genug Inspiration gesammelt hatten, konnten zu vorgerückter Stunde zur Uraufführung der Theater-Erlangen-Produktion „Text“ in die Stadtbibliothek eilen.

Bilderstrecke zum Thema
Wie immer lockt das Poetenfest die Erlanger Bücherwürmer. Zahlreiche Autoren stellen dort ihre Neuerscheinungen vor. Im Schlossgarten konnten sich die Zuhörer entspannt auf der Liegewiese platzieren. Und bei der Sontagsmatinee wurde über die Macht des Staats disktutiert.


  

smö


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Zum Thema
Poetenfest
Seit:
1980
Turnus:
jährlich (1992 ausgefallen)

Termin:
29. August bis 1.September 2013
Kurzbeschreibung:
Auf dem beliebten und gut besuchten Erlanger Literatur-Festival treffen sich Schriftsteller, Literaturkritiker und Publizisten zu Lesungen und Gesprächen.
Veranstalter:
Stadt Erlangen
Besucher:
über 12.000 Festivalgäste im Jahr 2012