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Die Stimmen aus den Lautsprechern sind übereinander gelagert. Es geht um „Arten, einen Salat zu waschen“. Die deutschen Sätze verwandeln sich in fremde Sprachen, werden wieder zurück übersetzt. Das Ergebnis ist fast gleich, aber doch anders.
Im Gewölbekeller des „Gummi Wörner“ am Martin-Lutherplatz ist bis Sonntag, 26. August, die Ausstellung „Blumenfresser 312: Arten“ geöffnet (15—21 Uhr). Das gleichnamige Nürnberger Literaturmagazin hat hier Künstler und Autoren zusammen gebracht. Texte sollten dabei Zeichner inspirieren, Zeichnungen die Schriftsteller. Das „Salat-Sprachgewirr“ wird beispielsweise mit einem Bild des Erlangers Michael Jordan illustriert. Ein paar Menschen sitzen hier mit Kopfhörern wie im Sprachlabor. Es könnte aber auch sein, dass sie Androiden sind, denen per Drähte neue Befehle erteilt werden.
Mit dem Übertragen von Texten von der einen in die andere Sprache beschäftigen sich auch wieder die Teilnehmer der „Erlanger Übersetzerwerkstatt“. Ein offenes Arbeitstreffen, das Neugierigen immer wieder vor Augen führt, wie anspruchsvoll und diffizil diese literarische Vermittlungsarbeit ist.
Gezischt, gewispert, geflüstert und gebrüllt wurde bereits am Vorabend bei der „Nacht der Poesie“ im Markgrafentheater: eine Radio-Live-Sendung von Bayern2, die den vielen aufmerksamen Zuhörern zwei kurzweilige Stunden Lyrik bescherte (siehe auch EN-Hauptteil).
Großer Andrang herrschte dann am Freitagabend bei der „Literatur-Verteidigerin“ Sigrid Löffler, die in der Orangerie über ihre Arbeit als Kritikerin und Gründerin der Zeitschrift Literaturen berichtete, und beim Autorenporträt mit Uwe Timm im Markgrafentheater. Alle Poetenfest-Besucher, die dann immer noch nicht genug Inspiration gesammelt hatten, konnten zu vorgerückter Stunde zur Uraufführung der Theater-Erlangen-Produktion „Text“ in die Stadtbibliothek eilen.
Mo. 27.08.12
Mo. 27.08.12
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