Samstag, 17.11.2018

|

Stadtpläne, Spannungen und ein Denkraum

Suche nach Schnittstellen: Am Sonntag wird eine ungewöhnliche Ausstellung im Kunstmuseum eröffnet - 17.10.2009

Dieses Gefecht aus Rohrleitungen hängt derzeit von der Stuckdecke des Loewenichschen Palais herab: Die Künstlerin Annette Voigt und ihre «Denkraum»-Installation im Kunstmuseum Erlangen. © Günter Distler


Wenn ein Künstler, der wie Fredder Wanoth von sich behauptet «Ich glaube nicht wirklich an Stadtplanung!», mit seinen Architektur-Parodien auf Dokumente der Entwicklung einer Stadt trifft, ist kreative Spannung programmiert.

Ungewöhnliche Schnittstellen zwischen Kunst, Architektur und Stadtplanung entstehen ab Sonntag bei der neuen Schau im Kunstmuseum. Gezeigt werden Aspekte der städtebaulichen Entwicklung Erlangens (Schwerpunkt: Röthelheimpark/Büchenbach sowie Bauten der Stadt, der Universität und der Firma Siemens von 1945/50 bis heute) und künstlerische Konzepte von Fredder Wanoth und der Künstlergruppe «Triooo» (Birgit Bossert, Brigitte Liebel und Annette Voigt).

«Triooo» lässt sich gekonnt auf den zentralen Raum des Kunstmuseums im Loewenichschen Palais ein. Dort hat man sich vom kurzen Aufenthalt des Philosophen Johann Gottlieb Fichte im Jahr 1805 in Erlangen zu Arbeiten in verschiedenen Darstellungsformen inspirieren lassen. Ein Woche lang hat etwa Annette Voigt an ihrer spektakulären «Denkraum»-Installation gearbeitet. smö 

Seite drucken

Seite versenden


weitere Meldungen aus dem Ressort: Erlangen