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11.30 Uhr, Büchenbacher Damm. In Schrittgeschwindigkeit rollen Autos über die Flussbrücke. Noch. Schon in wenigen Tagen, wenn auch die letzten aus dem Urlaub heimgekehrt sind, droht akute Staugefahr. „Man merkt, wie der Verkehr von Tag zu Tag zunimmt“, sagt OB Siegfried Balleis und wendet sich wieder den Bauarbeitern zu, die auf der Brücke mit Hilfe von Feuer, Folie und einem Schieber den Belag glätten.
Die Straße ist stadtauswärts gesperrt, je Richtung müssen sich Fahrer mit einer Spur begnügen. Die Bindekonstruktion zwischen Brücke und Straße muss überarbeitet, der Beton abgedichtet werden. „Wichtig ist, dass kein Tausalz eindringen kann“, erklärt Tiefbauamtsleiter Rudolf Sperber, der gemeinsam mit dem Verwaltungschef zu einer mobilen Pressekonferenz geladen hat. Schließlich, so Sperber, „soll eine Brücke 90 Jahre halten“.
Wenn die Männer auf der einen Seite der Brücke fertig sind, wechseln sie auf die andere. Bis Mitte, Ende Oktober werden die Arbeiten dauern — und damit länger als geplant. Für Autofahrer heißt das: die Geduldsprobe verlängert sich, vielleicht sogar um vier Wochen. Da ist Ärger programmiert. Doch Sperber kann es nicht ändern. Manchmal zeigt sich erst während der laufenden Arbeiten, wie ausgeprägt die Schäden sind.
20 Baustellen betreut sein Amt derzeit in der Stadt. Da braucht es detaillierte Planungen, zahlreiche Absprachen und auch ein bisschen Glück. Zum Beispiel mit der Witterung. Regen verträgt sich schlecht mit Betonarbeiten. 28 Tage muss das Material aushärten, bevor die Sperre an der neuen Bushaltestelle an der Luitpoldstraße abgebaut werden kann.
An vielen Stellen müssen Fahrbahndecken erneuert werden, 35000 Quadratmeter alljährlich. Beispiel Sieglitzhofer Straße: Dort steht die Asphaltierung an. Pünktlich müssen die Vorarbeiten abgeschlossen werden. Sonst zieht der Trupp, den die zuständige Firma bayernweit koordiniert, unverrichteter Dinge wieder ab. Um den Zeitplan eingehalten zu können, müssen die Bauarbeiter derzeit auch samstags ran; auch abends kann es spät werden. Kein Wunder, dass das den ein oder anderen Anwohner stört.
„Die Zahl der Beschwerden hält sich in Grenzen“, weiß Sperber. Aktuell liegt nur eine auf seinem Schreibtisch; es geht um die Paul-Gossen-Straße, das momentan größte Projekt. Die Bahnbrücke muss neu errichtet, die Straße ausgebaut, eine Rad-Station geschaffen werden.
Das Vorhaben, das neun Millionen Euro verschlingen wird, erfordert viele Abstimmungen. Da kommt selbst Sperber, der seit mehr als 20 Jahren bei der Stadt tätig ist, ins Schwitzen: „Da ist man schon manchmal ein wenig angespannt.“

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