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Die russischen Gäste sind in offizieller Mission unterwegs, und zwar für das Justizministerium ihres Landes. Denn in Russland soll das Strafvollzugswesen gründlich reformiert werden. Das geschieht unter anderem im Zuge der Angleichung an Vorgaben des EU-Rates.
Die Fachleute aus dem Bereich Gefängnisverwaltung und Strafvollzug besuchten — begleitet vom Erlanger Partnerschaftsbeauftragten Peter Steger — unter anderem das Erlanger Gefängnis, das mit seinem sozial-therapeutischen Ansatz einzigartig in Bayern ist. Daneben gab es auch eine Stippvisite bei den „schweren Jungs“ in Ebrach oder auch in Straubing bei der zentralen Aus- und Fortbildungsstelle der bayerischen Justizvollzugsbediensteten. Ihre Erkenntnisse und Eindrücke, die allesamt richtige „Augenöffner“ waren, so Steger, müssen die Experten in einem Dossier festhalten und ihrem Ministerium vorlegen. Mit von der Partie sind auch Vertreter des juristischen Instituts Wladimir, die künftig eine engere Zusammenarbeit mit hiesigen Uni-Wissenschaftler anvisieren.
Zur Abrundung trafen sich die Gäste noch mit Innenminister Joachim Herrmann zum Gespräch.
