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Aber Ganserer wollte mit dem Bild zeigen, dass der Verkehr auf der A73 in Zukunft zunehmen wird. Mit dem zunehmenden Verkehr kommt noch mehr Lärm auf die Autobahn — auch in Eltersdorf. Deshalb war das Nebenzimmer in der Gaststätte des SC Eltersdorf auch gut besucht. Die Grüne Liste Erlangen hatte zum Gespräch geladen und Stadtrat Harald Bußmann sprach die einführenden Worte.
Der Abend gehörte dann Markus Ganserer. Es sei eine „menschenverachtende Planung, wenn Lärmschutz erst dann möglich ist, wenn es mehr Lärm und mehr Verkehr gibt“. Der Verkehr auf dem Frankenschnellweg werde voraussichtlich insgesamt um 6000 auf dann rund 64000 Fahrzeuge täglich zunehmen.
Der Tunnel soll nach der Jansenbrücke in Nürnberg, wo der Frankenschnellweg eine Kreisstraße ist, beginnen, die Rothenburger Straße unterqueren und etwa bei Sandreuth wieder ans Tageslicht führen. Rund 400 Millionen Euro soll die Maßnahme kosten. Acht Jahre werden für den Bau des Tunnels veranschlagt.
„Als Nürnberger Bürger bin gegen die Verschwendung von Steuergeldern“, sagte Ganserer. „Auch wird durch den Tunnelbau die Finanzierung der Stadt-Umland-Bahn gefährdet“. Denn die Zuschüsse sowohl für den Ausbau der Nürnberger Kreisstraße (Ganserer: „Ein Etikettenschwindel“) als auch für die StUB regele das Gemeindefinanzierungsgesetz, das 2019 auslaufe.
Gerade die StUB wäre aber nach Ansicht Ganserers „eine Alternative, um Verkehr abzuziehen. Sonst droht nämlich der Verkehrskollaps“. Für den gleichen Betrag wie für den Ausbau des Frankenschnellwegs wäre auch die StUB zu finanzieren.
Ganserer wunderte sich auch, dass in den ausliegenden Planfeststellungsunterlagen die betroffenen Häuser in Eltersdorf „nur als Flurnummern“ zu erkennen seien. „In Nürnberg sind die Straßen zu erkennen“. Deshalb sei dies ein „schlampiger Fehler, der zu rügen ist“. Denn die wenigsten Hausbesitzer an der A73 werden auf Anhieb ihre Flurnummer parat haben.
Ganserer rief die Eltersdorfer dazu auf, Einwendungen gegen den Ausbau des Frankenschnellwegs zu erheben und verteilte vorgedruckte Musterexemplare. Nur, wer eine Einwendung vorgebracht habe, besitze so „die Eintrittskarte in einem weiteren Verfahren“. Die Regierung in Ansbach müsse jede Einwendung prüfen. „Wichtig ist auch, darin persönliche Betroffenheit durch den Ausbau des Frankenschnellwegs zu schildern“, sagte Ganserer.
In der anschließenden Diskussion riet ein Eltersdorfer Bürger dem Aktions-Bündnis doch einmal zu prüfen, ob die Planfeststellung für den Frankenschnellweg „nicht bereits verjährt ist“. Eine Anwohnerin aus Fürth-Ronhof gab zu bedenken, dass ein etwaiger Lärmschutz nur dann „sinnvoll ist, wenn er richtig gemacht wird“. Weil sich Lärm als Schallwelle verbreite, müsse darauf geachtet werden, „dass nicht Häuser, die weiter weg stehen, vom Lärm betroffen sind“.
Ein anderer Eltersdorfer meinte, dass sich der Verkehr auf der A73 ohnehin in den vergangenen Jahren „verzehnfacht“ habe. „Und niemand hat ihn gezähmt“. Harald Bußmann sicherte dem Aktions-Bündnis schließlich die Unterstützung der Grünen Liste zu.

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