Freitag, 16.11.2018

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Umfahrung von Forth soll zügig kommen

Verkehrspolitisches Gespräch der CSU mit Minister Alexander Dobrindt - 11.08.2017 06:00 Uhr

Alexander Dobrindt trug sich ins Goldene Buch des Marktes Eckental ein, umringt von CSU-Politikern und Bürgermeisterin Ilse Dölle. © Scott Johnston


Der Minister erläuterte, dass bei der Verkehrspolitik generell eine Trendwende vollzogen werde. So seien bislang Vorhaben in den Verkehrswegeplan aufgenommen worden, ohne dass die Finanzierung geklärt war. Nicht selten wurden daher Investitionen Jahrzehnte verschoben.

Jetzt sollen die Mittel, die zur Verfügung stehen, als Basis genommen werden, um festzulegen, was sich innerhalb der Laufzeit des Verkehrswegeplans verwirklichen lässt — mit dem Ergebnis, dass die Verbesserungen der Infrastruktur auch tatsächlich durchgeführt werden. Nicht zuletzt Stefan Müller, Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, sei es zu verdanken, dass nun sowohl die Umgehung von Forth als auch von Gremsdorf angepackt werde, hob Dobrindt hervor.

Bereichsleiter Klaus Schwab und Abteilungsleiter Anatol Kiesel vom Staatlichen Bauamt in Nürnberg informierten über die weitere Vorgehensweise. Von ursprünglich 14 Varianten wurde die Auswahl sukzessive eingegrenzt. Laut Schwab ist es nötig, alle Möglichkeiten durchzugehen, um bei einem eventuellen Rechtsstreit auf der sicheren Seite zu sein.

So führt ein Vorschlag nördlich an Forth vorbei, wobei die Bahnlinie und mehrmals die Schwabach überquert werden müssten, was technisch schwierig ist und die Kosten auf über 22 Millionen Euro schrauben würde.

Eine relativ ortsnahe Umfahrung sieht südlich von Forth einen eigenen Knotenpunkt an der B2 vor. Die Strecke würde am Sportgelände des FC Büg vorbeiführen, wobei der dortige Spielplatz verlegt werden müsste, und nahe des Mobilfunkmastes wieder in Richtung der jetzigen Bundesstraße schwenken, bevor nördlich des Friedhofs die Anbindung erfolgt. Bei einer Länge von 2,9 Kilometern sind zirka 9 Millionen Euro an Kosten veranschlagt.

Denkbar wäre auch ein größerer Bogen über den Rücken des Eckenberges. Die Eckentaler Bürgermeisterin Ilse Dölle wies auf den Vorteil hin, dass dieser Verlauf vom Ort weiter entfernt sei, doch würden das Landschaftsbild und das momentane Naherholungsgebiet deutlich stärker beeinträchtigt.

Das Staatliche Bauamt führt derzeit intensive Voruntersuchungen durch. 

Dabei werden nicht nur die geologischen Gegebenheiten, sondern auch eventuelle Belastungen sowie die vorkommenden Tier- und Pflanzenarten eruiert. Verkehrszählungen ergaben, dass im Schnitt 11 657 Fahrzeuge pro Tag die Forther Hauptstraße nutzen, wobei der Schwerlastverkehr zunehme. Daher wird ebenfalls hochgerechnet, welche Entlastung der jeweilige Streckenverlauf bringen dürfte.

In enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde soll noch in diesem Jahr die Trasse ausgewählt werden, die dann als Grundlage für das Planfeststellungsverfahren dient. Mit dem Baubeginn rechnet Schwab ungefähr 2022. Kreisrat Reinhard Nagengast im Gespräch mit den EN: "Ich hoffe, der Start erfolgt wesentlich früher."

Dobrindt empfahl, offensiv das Gespräch mit den Bürgern zu suchen: "Wenn im Vorfeld Bedenken und Einwände geklärt werden können, erleichtert das später den Ablauf sehr. "

  

SCOTT JOHNSTON

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