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Uni-Grundstück für die Halle ist schon sicher

OB Balleis hat sein Konzept für den Neubau an der Hartmannstraße vorgestellt — Göttingen als Vorbild - 05.02.2013

ERLANGEN  - Die Universität Erlangen-Nürnberg wird ihr Grundstück an der Hartmannstraße für einen Sporthallen-Neubau zur Verfügung stellen. Damit hatte Oberbürgermeister Siegfried Balleis mit einem gewichtigen Argument für seine Hallenpläne aufzuwarten, die er gestern den Fraktionen präsentierte.

Die Göttinger Arena dient für Oberbürgermeister Siegfried Balleis als Vorbild für einen Hallenneubau in Erlangen.
Die Göttinger Arena dient für Oberbürgermeister Siegfried Balleis als Vorbild für einen Hallenneubau in Erlangen.
Foto: Swen Pförtner
Die Göttinger Arena dient für Oberbürgermeister Siegfried Balleis als Vorbild für einen Hallenneubau in Erlangen.
Die Göttinger Arena dient für Oberbürgermeister Siegfried Balleis als Vorbild für einen Hallenneubau in Erlangen.
Foto: Swen Pförtner

Außerdem habe die Universität Interesse bekundet, die neue Halle zu 30 bis 35 Prozent nutzen zu wollen. Wie Balleis im EN-Gespräch sagte, habe er intensive Gespräche mit Uni-Präsident Karl-Dieter Grüske und Kanzler Thomas Schöck geführt. Der Bedarf sei groß, denn an der Friedrich-Alexander-Universität gebe es derzeit die Rekordzahl von 35000 Studierenden, davon 27000 in Erlangen. Hinzu kämen 12000 Beschäftigte von Universität und Kliniken, denen man Sportmöglichkeiten bieten wolle.

Wie berichtet, wollen auch die Montessori-Schule, die Franconian International School sowie der Alpenverein die neue Halle nutzen. Man müsse nun einen möglichst hohen Anteil an Fördermitteln ausschöpfen und die Nutzer über Investionsanteile oder Nutzungsentgelte an der Finanzierung beteiligen. Das gelte auch für den HC Erlangen, für den die Halle bundesligatauglich gebaut werden soll. Der hatte ja schon ein Angebot für eine Finanzierungsbeteiligung in Form einer vervierfachten Miete für den Umbau der Hiersemann-Halle vorgelegt. „Ich gehe davon aus, dass dieses eins zu eins auf die neue Halle übertragbar ist“, sagt Balleis.


Unabhängig davon, dass mit einem Neubau längst überfällige Hallenflächen für Schul- und Vereinssport geschaffen werden, betont Balleis auch die Bedeutung des Spitzenhandballs für Erlangen. „Wir fühlen eine große Verantwortung für eine so exzellente Mannschaft, die in der zweithöchsten Liga einer Publikumssportart spielt“, so der OB und fügt an: „Ich bin von der Ausbildung her Kaufmann, und das Geld zusammenzuhalten, ist für mich ein ganz wichtiger Punkt. Aber der HCE ist auch ein enormer Imageträger für die Stadt. Denken Sie nur an Gummersbach, das immer sofort mit Handball verbunden wird.“

Entstehen soll eine Vierfach-Sporthalle, die HBL-konform mit Tribünen für 2250 Zuschauer ausgestattet werden soll. Zu rechnen ist mit rund acht Millionen Euro Baukosten. Wie Sportbürgermeisterin Birgitt Aßmus sagt, sei zwar maximal ein Dreifachbau als Schulsporthalle förderfähig, doch der vierte Teil und die Tribünen könnten bei der Bewertung der Förderfähigkeit davon „abgetrennt“ werden. Als Kostenrichtwert für eine Dreifachhalle werden rund 4,7 Millionen Euro Baukosten veranschlagt, bei einem Fördersatz von 37 Prozent wäre demnach ein Zuschuss von 1,7 Millionen Euro zu erwarten. Die Unterlagen liegen bereits zur Prüfung bei der Regierung von Mittelfranken, und Aßmus hofft, dass eine Stellungnahme noch vor der Stadtratssitzung am Donnerstag eingeht. Dieser Sitzung sieht OB Balleis zuversichtlich entgegen. Er ist überzeugt, dass die neue Halle – anders als der Umbau der Hiersemann-Halle – die nötige Mehrheit bekommt.

Als „Referenz-Halle“ führt Balleis die Sparkassen-Arena in Göttingen an, die für die dortigen Bundesliga-Basketballer gebaut wurde. Sie hat zwar mehr Plätze (3100), als Erlangen benötigt, wurde aber in nur zwei Jahren fertiggestellt. „Das sollte unser Benchmark sein“, so Balleis. „Wir versuchen immer, so gut zu sein wie andere.“ Er räumt aber ein, dass man seriöserweise davon ausgehen sollte, dass bis zum ersten Handballspiel in der neuen Halle auch drei Jahre vergehen können. Deshalb hat er in Nürnberg schon mit Messechef Roland Fleck und Bürgermeister Klemens Gsell über die Frankenhalle als Ausweichquartier für den HCE verhandelt, falls dieser während der Bauzeit in die 1. Liga aufsteigt. 

NICOLE FORSTNER


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