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„Die Berichterstattung in den Erlanger Nachrichten hat uns sehr, sehr geholfen. Viele Eigentümer von ,Pinsl‘-Werken haben sich bei uns gemeldet. Die Ausleihe von über 50 Bildern ist bereits ausgemacht. Jetzt folgen noch weitere Gespräche“, berichtet Josef Achleitner von „kulturSinn“, der zusammen mit etlichen Mitstreitern die Erhard Königsreuther-Retrospektive plant. Im Mai werden die „Pinsl“-Werke im Lifestyle-Fachgeschäftes „VELVET-art“ (Hauptstraße 33) gezeigt.
Zur Vorbereitung fand nun ein Treffen von Ausstellungsorganisatoren, Kunstinteressierten und „Pinsl“-Weggefährten im ehemaligen Ateliers des 2009 verstorbenen Künstlers und skurrilen Originals, der nicht zuletzt als „König der Bergkirchweih“ überregionale Bekanntheit erlangt hatte, statt. Das verwaiste und sanierungsbedürftige Anwesen an der Westlichen Stadtmauerstraße ist derzeit in einem bedauernswerten Zustand. Es riecht streng, wenn man die Treppen ins erste Stockwerk erklommen hat, im Erdgeschoss stabilisieren Balken und Drahtseile das historische Gebäude, das sich im Eigentum der Stadt befindet und für das immer noch keine konkreten Zukunftspläne existieren (wir berichteten).
Doch als Inspirationsquelle ist es an diesem kalten Tag ideal. Erlangens ehemalige Bürgermeisterin Gisela Niklas erkennt beispielsweise in der gerade wieder aufgetauchten, verbeulten „Pinsl“–Krone ein „Symbol für den Verlauf seines Lebens“. Künstlerkollege Gerhard Schillinger alias „Tamahara“, der ein Werkverzeichnis plant, erinnert an Zeiten, als mit dem „Offenen Atelier“ an dieser Stelle eine Kreativzelle beheimatet war. Damit die Geschichten und Anekdoten nicht verloren gehen, wird an diesem Tag alles aufgezeichnet. Die Ton- und Bild-Dokumentation wird natürlich Bestandteil der Retrospektive sein.Kontakt zu den Ausstellungsmachern kann per E-Mail info@kultur-sinn.de hergestellt werden.
