|
Anmeldung
Diese Funktion steht nur registrierten Usern zur Verfügung.
Loggen Sie sich bitte hier ein oder registrieren Sie sich kostenlos! |
![]() |
Passwort vergessen
Wenn Sie Ihr Passwort vergessen haben können Sie hier ein neues Passwort anfordern. Geben Sie bitte hierzu Ihre E-Mail-Adresse ein!
|
ERLANGEN — Wenn Tanja ein brennendes Teelicht in eine Schale mit etwas Wasser setzt und ein Glas darüber stülpt, geht das Licht nach kurzer Zeit aus, und das Wasser wird in das Glas hineingesaugt.
Warum ist das so? Und warum klappt das bei Alexander genauso wie bei Tanja? Das erklären die ehrenamtlichen Physikpaten des Bürgerstiftungsprojekts „Zauberhafte Physik“. Sie experimentieren mit Kindern der 2. bis 4. Jahrgangsstufe an der Mönau- und der Adalbert-Stifter-Schule zu physikalischen Alltagserscheinungen — Phänomene, die wir alle kennen, für die es aber auch wissenschaftliche Erklärungen gibt.
Seit Februar 2011 gibt es diesen besonderen Unterricht in Erlangen. Er geht zurück auf Maren Heinzerling, die das Projekt in Berlin entwickelt hat und es dort bereits an 35 Schulen durchführt. Ute Hirschfelder, die stellvertretende Vorsitzende der Bürgerstiftung hat die „Zauberhafte Physik“ nach Erlangen geholt. Maren Heinzerling konnte Helmut Hassel, einen promovierten Ingenieur im Ruhestand und langjährigen Arbeitskollegen, für die Leitung in Erlangen gewinnen. Zum Start stiftete sie einen Koffer mit Versuchsutensilien zum Thema „Luft“. Begonnen wurde in der Mönauschule in Büchenbach.
Was ist Luft? Kann man sie sehen, fühlen, riechen? Der Physikpate — inzwischen gibt es derer 13, und das sind immer noch zu wenige — erklärt den ersten Versuch und bringt die Kinder durch Fragen dazu, ihr Wissen auszudrücken.InVierer-oder Fünfergruppen machen die Kinder den Versuch nach, unterstützt durch den Paten. Haben sie es geschafft, das physikalische Phänomen darzustellen, dürfen sie einen Namen für den Versuch wählen. Dabei durchdenken die Kinder ihn noch einmal. Welche Gruppe den passendsten Namen gefunden hat, wird durch Abstimmung ermittelt. Damit schließt man den ersten Versuch ab und lässt den zweiten sogleich folgen. Am Schluss der Stunde wird das Gelernte noch einmal rekapituliert.
Die Resonanz ist durchwegs positiv: Weitere Erlanger Schulen haben Interesse bekundet, denn diese Sorte Unterricht bringt den Kleinen nicht nur die Naturwissenschaften nahe. Sie hilft Sensibilität für die Umwelt zu entwickeln, Zusammenhänge im wahrsten Wortsinn zu begreifen und generelles Interesse zu wecken. Kinder sind neugierig und experimentieren gern. Hier werden sie spielerisch für Naturwissenschaften begeistert, Konzentration, handwerkliches Geschick, Sprachkompetenz und Sozialverhalten werden gefordert und gefördert.
Kindgerecht für ein tieferes Verständnis der geheimnisvollen Erscheinungen bei den Themen Luft, Wasser, Strom, Magnetismus, Kraft, Reibung und Hebel zu sorgen, ist Aufgabe der Physikpaten. Helmut Hassel, der alles koordiniert und die Ehrenamtlichen einweist, sucht dringend noch geeignete Ruheständler, aber auch Azubis, Studenten oder andere, die sich die Zeit dafür nehmen können. Sie müssen nicht unbedingt Ingenieure oder Physiker sein und können gern auch erst einmal probeweise mitmachen.
Der bisherige Erfolg und das Interesse der Schulen führen zu steigendem Bedarf an Versuchsmaterialien. Die Bürgerstiftung ist daher weiter auf Spenden angewiesen. Sie tragen dazu bei, dass noch viele Kinder von der Physik verzaubert werden können und wie nach jeder Experimentierstunde ihre Paten begeistert fragen: „Wann kommt Ihr denn wieder?“
Weitere Informationen: Ute Hirschfelder, Telefon (09131) 31328, E-Mail: ute.hirschfelder@t-online.de und Helmut Hassel, Telefon (09128) 7210818, E-Mail: helmut.hassel@gmx.de
