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Für Hiesinger ist vor allem der Wandel des Standortes Ruhrgebiet, der in den 60er Jahren eine durch Umweltverschmutzung in Verruf geratene Industrieregion war, bemerkenswert. Heute habe sie sich durch engagierte Umweltschutzmaßnahmen gänzlich verändert: 20 ineffiziente, nicht mehr umweltgerechte Hochöfen wurden geschlossen. ThyssenKrupp habe allein in den letzten zwei Geschäftsjahren rund 360 Mio. Euro allein für den Umweltschutz aufgewandt, wodurch Staub- und Kohlendioxid-Ausstoß stark gesunken seien. Deutschland sei heute ein vergleichsweise „sauberer“ Stahlproduzent. Und Stahl selbst sei ein „emotionales Material“, wenn man hautnah miterleben dürfe, wie das glühende Roheisen aus den Hochöfen läuft.
Ein ganz neues Forschungsfeld bei ThyssenKrupp sei der „Smart Steel“, „intelligenter Stahl“, der verschiedene Merkmale in sich vereinige.
In der Podiumsdiskussion konnte Hiesinger beim Thema Ingenieurnachwuchs gute Nachrichten vermelden: Durch die Nähe der Universitäten des Ruhrgebiets böten sich viele Möglichkeiten, den Studierenden Praktika, Werkstudentenjobs und den Schulabgängern Ausbildungsverträge anzubieten. Junge Menschen für das hochkomplexe Thema Technik zu begeistern sah aber auch Gastgeber und Siemens-Vorstand Prof. Siegfried Russwurm als wichtige Aufgabe, um den Ingenieurnachwuchs der Zukunft zu sichern. Veranstaltungen wie die „Lange Nacht der Wissenschaften“ seien geeignet, Menschen für Technikthemen zu faszinieren.
Prof. Marion Merklein, die neue Dekanin der Technischen Fakultät, brachte die Sicht der Universität ein. Die deutsche Forschung habe beim Thema Stahl weltweit die Nase vorn, innerhalb Deutschlands liege die Universität Erlangen-Nürnberg im Ranking der Stahlforschung unter den ersten fünf Forschungsstätten. Um engagierte Studenten zu gewinnen, erhöhe die Fakultät ihre Attraktivität durch moderne Studiengänge, wie dem „International Production Engineering and Management“.
