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Eschenauer geehrt: Er wollte Hitler stoppen

Gedenktafel in München erinnert an Oberwachtmeister Friedrich Fink — Angehörigen zur Feier eingeladen - 14.11.2010 09:53 Uhr

Fritz Fink aus Eschenau. © Scott Johnston/privat


Nach Augenzeugenberichten hatte Julius Streicher, späterer Gauleiter in Franken, den tödlichen Schuss abgefeuert — für den Mord wurde er juristisch nie belangt. Fritz Fink hatte sich für sein Heimatbuch „Licht und Schatten meiner Jahre“ intensiv auch mit dem Leben seines Verwandten Friedrich Fink beschäftigt: Mit dem Einsatz ihres Lebens haben diese vier Männer verhindert, dass Hitler schon 1923 an die Macht kam, schreibt der 80-Jährige. Friedrich Fink hatte Eschenau früh verlassen und im Ersten Weltkrieg im königlich bayerischen Leibregiment gedient.

Anschließend übernahm ihn die Landespolizei. Auszeichnungen und hervorragende Beurteilungen weisen darauf hin, dass für Fink noch eine großartige Laufbahn bei der Polizei möglich gewesen wäre. Nach seinem Tod gab es noch ein feierliches Begräbnis mit Staatsministern und hohen Polizeioffizieren — anschließend gerieten der Oberwachtmeister Fink und seine Kollegen in Vergessenheit. Fritz Fink aus Eschenau freut sich, dass nun mit der Gedenktafel an der Residenz, die Innenminister Joachim Herrmann und Oberbürgermeister Christian Ude enthüllten, der „Opfertod der Polizisten“ gewürdigt wird.

Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick gilt als der sportlichste Bischof Deutschlands. Zum 15. Mal in Folge legte der 61-Jährige in diesem Jahr das Goldene Sportabzeichen ab. In den Jahren als Generalvikar und Weihbischof von Fulda sowie seit 2003 als Erzbischof von Bamberg sind seine Leistungen fast konstant geblieben. Wer in Bamberg in den frühen Morgenstunden unterwegs ist, könnte auf einen prominenten Läufer treffen: Erzbischof Ludwig Schick bewältigt fast täglich um kurz nach fünf Uhr sein Laufpensum.

Nur eine Fotografie erinnert noch an den ermordeten Friedrich Fink. © Privat




Wieder mal hat sich das tägliche Training ausgezahlt. Seine hervorragende Kondition zeigt sich etwa beim 3000 Meter-Lauf, den er in 15:28 Minuten absolvierte, elf Sekunden schneller als im Vorjahr. Verbessert hat sich Schick auch im 50 Meter-Sprint mit 8,72 Sekunden, im Vorjahr waren es noch 8,87 Sekunden. Die weiteren Ergebnisse des Erzbischofs: Standweitsprung 1,97 Meter, beim Steinstoßen erzielte der 61-Jährige 9,32 Meter und die 200 Meter Schwimmen absolvierte er in immerhin 7:56 Minuten.-nn-
  

-bhd-

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