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Experte: Suche nach Krokodil in Badesee einstellen

Schwimmerin hatte Reptil im Klausensee gesichtet - Polizei berät weiteres Vorgehen - 10.07.2012 11:41 Uhr

Ein Schild weist die Besucher des Mittleren Klausensees auf das Badeverbot hin, das nach der möglichen Sichtung eines Krokodils verhängt wurde.

Ein Schild weist die Besucher des Mittleren Klausensees auf das Badeverbot hin, das nach der möglichen Sichtung eines Krokodils verhängt wurde. © Armin Weigel/dpa


Die Frau war ihrer Schilderung zufolge im Begriff ihre in den Uferbereich abgetriebene Luftmatratze zu holen, als sie beim Schwimmen plötzlich mit Erdreich überschüttet wurde und ein Tier über sie hinwegschwamm, das einen langen Schwanz hatte und etwa einen Meter lang war.

Sie flüchtete sofort laut Hilfe rufend aus dem Wasser und schilderte das Geschehene ihrem hinzueilenden Sohn, der seinerseits nur noch Blasen im Wasser sah. Bei dem „Zusammenstoß“ mit dem Tier zog sich die Frau an der linken Schulter eine ca. 7 cm lange Kratzwunde zu.

Nun, nachdem die „Geschichte vom Krokodil“ offenkundig wurde, vertraute sich auch die 44-Jährige der Polizei an.  Am Montag war eine 12-köpfige Tauchergruppe der Bayerischen Bereitschaftspolizei aus Nürnberg am See im Einsatz. Das Krokodil konnte dabei nicht gesichtet werden.

In der Nacht auf Dienstag wurde die Suche dagegen nicht fortgesetzt. „Die Stadt und die Einsatzkräfte besprechen am Morgen das weitere Vorgehen“, sagte ein Polizeisprecher. Die Polizei stünde mit Fachkräften bereit, sollte die Feuerwehr oder die Wasserwacht Unterstützung anfordern. Die Stadt Schwandorf hat als Sicherheitsbehörde eine Allgemeinverfügung zum Verbot des Betretens des Uferbereichs aber auch des Schwimmens erlassen. Weitere Maßnahmen werden gegebenenfalls von der Stadt Schwandorf veranlasst.

Nach Ansicht des Reptilienexperten Alexander Stromski sollte die Suche eingestellt werden. „Ein Tier in dieser Größe würde niemals aktiv einen Menschen angreifen. Es stellt keine Gefahr dar“, sagte der Leiter des Reptilienzoos in Neutraubling bei Regensburg in einem dapd-Gespräch.

Die Chancen, das Krokodil einzufangen, sind Stromski zufolge gering. „Das ist ziemlich aussichtslos. Es muss aber auch gar nicht gefangen werden.“ Sollte sich tatsächlich ein Krokodil in dem Badesee aufhalten, könne es zwar den Sommer überstehen. „Aber im Winter würde es eingehen.“

 




  

nn/dapd/dpa

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