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"Albtraum B8": Ärger um Umgehung von Ochenbruck

Initiative wurde zum Gipfel über die Verkehrslage nicht einmal eingeladen - 29.06.2018 18:59 Uhr

Hohe Verkehrsbelastung auf der B8 in Ochenbruck: Täglich fahren hier 22000 Fahrzeuge durch. Die Bürgerinitiative "Albtraum B8" macht nun Druck auf die Politik. © Alex Blinten


Die Vertreter der Fachbehörden wollen aber weiterkommen, was die Entzerrung des Verkehrs auf der B8 in Ochenbruck angeht, und haben dazu verschiedene Maßnahmen besprochen: So kann das Staatliche Bauamt Nürnberg stationäre Geschwindigkeitsmessungen an der B8 in oder vor Ochenbruck aufstellen. Die Auswertung soll dann die Gemeinde übernehmen. An der Ampel der Obi-Kreuzung soll ein zusätzliches Signal für Rechtsabbieger angebracht und die Ampel an der Kreuzung Richtung Burgthann auf den technisch neuesten Stand gebracht werden.

Drittes S-Bahn-Gleis zwischen Feucht und Neumarkt

Darüber hinaus soll eine Ortsumfahrung Feucht-Ost möglicherweise in den Ausbauplan für Staatsstraßen aufgenommen werden. Hier bleibt man unverbindlich, das Ganze soll erst geprüft werden. Sollte die Prüfung positiv verlaufen, könnte eine Umfahrung von Ochenbruck in den nächsten Verkehrswegeplan aufgenommen werden. Darin enthalten ist bereits der Bau eines dritten S-Bahn-Gleises zwischen Feucht und Neumarkt. Der neue Verkehrswegeplan soll 2030 in Kraft treten.

Ebenfalls geprüft werden soll die Möglichkeit von Tempo 30 und eines Nachtfahrverbots für Lkw auf der B8 in Ochenbruck sowie die Aufstellung stationärer Radarfallen.

Was geht? Was werden die Behörden ablehnen? Nach Einschätzung von Schwarzenbrucks Bürgermeister Bernd Ernstberger werden die Ergebnisse nach der Sommerpause vorliegen.

Die Alarmrufe der Bürgerinitiative in Sachen Feinstaub sind aus Sicht der Expertenrunde unbegründet. Laut Landesamt für Umwelt seien die Feinstaubwerte in der Regensburger Straße in Ochenbruck deutlich unter den Grenzwerten. Hier will Bürgermeister Bernd Ernstberger aber nicht locker lassen, sondern mit einem von der Kommune angeschafften Gerät eigene Messungen erstellen.

"Beruhigungstropfen für die Stadt verteilt"

Wolfgang Hubert, einer der Sprecher der BI Albtraum B8, ist wie seine Mitstreiter enttäuscht vom Ergebnis des Verkehrsgesprächs: "Hier wurden für die Bürger doch nur Beruhigungstropfen verteilt." Die Aktivisten der Bürgerinitiative ärgert vor allem, dass eine mögliche Umfahrung von Ochenbruck erst in den nächsten Verkehrswegeplan aufgenommen wird. Chance auf Realisierung hätte ein solches Projekt dann erst frühestens ab 2040. "Das ist doch unmöglich", ärgert sich Hubert. Die Forderung der Bürgerinitiative deshalb: Aufnahme der B 8 in den aktuellen Verkehrswegeplan. Die übrigen Ergebnisse des Gesprächs im Schwarzenbrucker Rathaus sind aus Huberts Sicht ebenfalls unbefriedigend. "Alles in allem erinnert das an ein unverbindliches Kaffeekränzchen."

Für den 24. September hat die Bürgerinitiative eine weitere große Veranstaltung in der Bürgerhalle geplant. Bleibt abzuwarten, ob bis dahin die Ergebnisse der Prüfungen vorliegen, die die Fachleute im Schwarzenbrucker Rathaus beschlossen haben, Stichworte: Tempo 30, Nachtfahrverbot, Stationäre Dauerblitzer.  

Alex Blinten

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