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Erneut Giftköder in Moosbach: Dackel Lea stirbt

Ist ein Hundehasser unterwegs? - Sorge um spielende Kinder - 20.04.2014 14:44 Uhr

Olga und Peter Moritz stehen an der Stelle am Moosbacher Feldweg, an der ihr Hund vor drei Wochen einen Giftköder fraß und starb.

Olga und Peter Moritz stehen an der Stelle am Moosbacher Feldweg, an der ihr Hund vor drei Wochen einen Giftköder fraß und starb. © Kappes


An einem Sonntag Ende März macht sich die fünffache Mutter wie immer auf zum Gassigehen: Die Moosbacher Hauptstraße entlang, vor dem schmalen Pfad, der an die Winkelhaider Straße anknüpft, biegt sie rechts ab in die Bachstraße. Am Feldweg schnappt Hund Lea etwas auf. Olga Moritz kann nicht erkennen, was es ist. Sie macht sich keine weiteren Gedanken darüber. „Sowas passiert immer mal wieder.“ Noch am Abend erbricht sich das Tier.

Am nächsten Tag bringt Moritz es zur Tierärtzin. Die eine traurige Diagnose stellt: Alle Symptome sprechen für eine Vergiftung. Lea muss eingeschläfert werden. Das siebenjährige Tier hatte keine Chance: Bei einem Körpergewicht von gerade einmal 3,5 Kilo war das Gift zu stark. Moritz war total geschockt. „Ich konnte an nichts anderes denken.“ Auch die fünf Kinder traf der Vorfall hart. Sie bastelten ihrem Hund kleine Kreuze.

Der Vorfall ereignete sich vor knapp drei Wochen. Doch erst ein Artikel aus unserer Zeitung ließ das Paar Moritz vollends aufhorchen. Denn erst diese Woche war der Hund einer ehrenamtlichen Tierheimmitarbeiterin mit Vergiftungen in die Klinik gekommen. Der Hund hatte Glück: er überlebte.

Sorge um spielende Kinder

Wer den Köder ausgelegt haben könnte, weiß das Ehepaar Moritz nicht. „Wen hat unsere kleine Hündin gestört? Sie war doch so ein Winzling. Ganz brav und gut erzogen.“ Peter Moritz überlegt, gemeinsam mit seiner Frau Anzeige gegen Unbekannt zu erstatten.

Angst haben die Eltern auch um ihre Kinder. Die drei Söhne spielen oft mit ihren Freunden auf der Wiese. „Da ist doch ganz Moosbach“, sagt Peter Moritz. Die Familie meidet seit Leas Tod den Feldweg und die Wiese am Wald. Spazieren gehen sie nun woanders. Mit Emma, ihrem neuen Dackelwelpen. 

Kai Kappes

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