Mittwoch, 26.09.2018

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Exoskelett lässt Querschnittsgelähmten wieder laufen

Nach 16 Jahren im Rollstuhl macht Peter Meier seine ersten Schritte - 22.02.2018 18:35 Uhr

Peter Meier kann mit dem Exoskelett nach 16 Jahren im Rollstuhl zum ersten Mal wieder laufen. © Krankenhaus Rummelsberg


"Realisiert habe ich das noch nicht", sagt Meier und lässt dabei seinen Tränen freien Lauf. Nach 16 Jahren im Rollstuhl kann er das erste Mal wieder auf eigenen Beinen stehen. Mit einem sogenannten Exoskelett - einer äußeren Stützstruktur, die eine stabile Hülle um den Patienten bildet - startete er am Krankenhaus Rummelsberg seinen ersten Gehversuch. Vor den Augen der anderen Patienten schaffte Peter Meier ganze 700 Meter zu Fuß.

Danach lässt der 35-Jährige seinen Gefühlen freien Lauf: "Es ist enorm, wie meine Lebensqualität sich hier zum Positiven verändert hat. Im Vorfeld des Besuchs in Rummelsberg dachte ich, dass einfach zwölf Wochen Krankenhausaufenthalt vor mir liegen. Dass ich jetzt das erste Mal gehen kann, ist unfassbar", beschreibt Meier seine Gefühle.

Nach einem Autounfall im Jahr 2002 hat sich das Leben des Schlossers tragisch verändert. "Ich bin als Beifahrer bei jemand mitgefahren, der alkoholisiert war. Der Fahrer hatte einen Sekundenschlaf, es kam zum Unfall. Ich wurde aus dem Auto rausgeschleudert und bin in der Leitplanke gelandet", schildert Meier den tragischen Vorfall, der zu seiner Beeinträchtigung geführt hatte.

Während seiner Rehabilitation dachte er: "Rollstuhlfahren ist okay, laufen brauch ich nicht mehr." Allerdings kam es durch das jahrelange Sitzen zu Muskelbeschwerden, die Peter Maier im November 2017 ins Krankenhaus Rummelsberg führten. Nach vier Monaten Behandlung im Querschnittzentrum machten die Ärzte das unmöglich Geglaubte möglich. Nach den ersten Schritten spricht Peter Meier vom schönsten Geschenk des Lebens.

 

evo

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