Sonntag, 18.11.2018

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Feucht kann Kultur: Großes Potenzial in der hiesigen Szene

"Der Markt Feucht ist stolz auf das Kulturfest" - 20.06.2018 11:18 Uhr

Start der offenen Bühne: Anne Adler und ihre jüngsten Schülerinnen spielen das Kinderlied Sara und Kalle © Blinten


Zum Erfolg der Veranstaltung beigetragen haben die Auswahl der Bands und das bestens aufgelegte Publikum – und nicht zuletzt das herrliche Wetter. Das Team um Dr. Birgit Friedel, Natalie Haas, Hans Joachim Straußund Thomas Schneele hat erneut gezeigt, dass ein Forum für regionale Künstler auch ein Publikumsmagnet sein kann, regionale Künstler auf der Bühne mit Musik und Pantomime, und im Zeidlerschloss Bilder von Malern aus der Region. "Märchenhafte Traumgebilde" war die Ausstellung im Erdgeschoss des Schlosses überschrieben, für die 20 Künstler ihre Werke zur Verfügung stellten, gerne betrachtet von den Festival-Besuchern während der Musikpausen.

Wer keine Gelegenheit hatte, die Ausstellung zu besuchen, kann das ab sofort im Cafe Bernstein nachholen, hier ist sie noch bis Mitte August zu sehen. "Wir haben ein großes Potenzial in der hiesigen Kunstszene", sagt Birgit Friedel vom Themenkunstverein. "Da gibt es junge Ensembles, ältere Künstler, und manchmal sind ganze Familien in drei Generationen künstlerisch engagiert." Dass das FkK-Festival inzwischen in der Marktgemeinde etabliert ist, konnte laut Friedel auch deshalb gelingen, weil sich Unterstützer fanden und weiterhin finden. Zu den zuverlässigsten, sagt sie augenzwinkernd, gehört offenbar Petrus, der die Feuchter auch in diesem Jahr mit gutem Wetter verwöhnte.

2. Bürgermeisterin Katharina von Kleinsorgen übernahm für Rathauschef Konrad Rupprecht die Eröffnung des Festivals. Rupprecht war im Urlaub, saß aber unter den Besuchern im Zeidler-Garten. Ein Umstand, der für Landrat Armin Kroderzeigte, dass FkK in Feucht einen eigenen Stellenwert hat. "Der Markt Feucht ist stolz auf das Kulturfest", stellte deshalb auch Katharina von Kleinsorgen bei der Eröffnung fest.

Einzigartig im Landkreis

Landrat Kroder hat einen recht guten Überblick über die Kunstszene im Nürnberger Land. Was der Themenkunstverein in Feucht organisiert und seit Jahren stemmt, sucht aus seiner Sicht weit und breit seinesgleichen. Unterstützung gibt es für das FkK-Festival auch aus dem Rathaus. "Großartig" nannte das Kroder. Großartig weil wichtig: "Kunst und Kultur sind immer auch ein Längenmaß, das den Abstand zur Barbarei zeigt."

Hans Joachim Strauß als Gründervater und Motor von FkK hat allen Grund, sich über das etablierte Festival zu freuen. "Der Themenkunstverein", sagt er, „ist führend im Nürnberger Land." Die Politik habe man inzwischen wach geküsst, "damit die sich für Kultur interessiert". Kurzum: Themenkunstverein und FkK sind in Feucht gesellschaftsfähig geworden.

90 Veranstaltungen jährlich

Jährlich organisieren Strauß und seine Mitstreiter 90 Veranstaltungen – von Ausstellungen über Konzerte und Lesungen bis zu Vorträgen. Ganz wichtig ist Strauß die regionale Vernetzung, auch für das FkK-Festival. Deshalb die Einbindung des Musikbunds, dessen Musiklehrer zusammen mit ihren Schülern am Sonntag im Rahmen der offenen Bühne musikalische Werke aus verschiedensten Epochen präsentierten.

Wenn die Kinder musizieren, sind die Eltern im Publikum, Verwandte und Freunde – ein Vergnügen für alle. "Da sind die Eltern meist ganz aufgeregt, und die Kinder bleiben gelassen", sagt Strauß. Die Idee für das FkK-Fest entstand auf einem Gemeindefest der evangelischen Kirche. Damals gründete sich spontan das Bernstein Trio Plus um Natalie Haas. "Eine tolle Sängerin", wie Strauß betont. Zusammen mit ihr, Birgit Friedel, und Thomas Schneele mit seinen Namenlosen hat Strauß auch in diesem Jahr wieder ein Festival organisiert, auf das sich die Feuchter schon seit Wochen gefreut hatten. 

Alex Blinten

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