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Feuerkinder in Tansania: 85 Operationen an zehn Tagen

Ehemalige Chefärztin der Cnopf' schen Kinderklinik in Nürnberg mit dabei - 03.01.2018 08:44 Uhr

Ihr Team verhilft Kindern mit einer Operation zur Chance auf ein besseres Leben. Auch im Ruhestand setzt sich Dr. Annemarie Schraml (links) für Kinder in Tansania ein. © privat


Unterstützt wurde die ehemalige Chefärztin an der Cnopf‘schen Kinderklinik in Nürnberg durch den in Fulda tätigen Kinderorthopäden Dr. Gerd Hohenberger, den Nürnberger Anästhesisten Dr. Klaus Schwendner, die beiden Münchner OP-Schwestern Melanie Alt und Conny Gerrer, den Rummelsberger Orthopädietechnikermeister Peter Raab und die an der Uniklinik Jena tätige Neuropädiaterin Dr. Mirjam Triebel. Schon seit dem Jahr 2000, dem Beginn des Feuerkinder-Projektes, ist die Krankenschwester und Hebamme Grace Ayoo-Küffner eine wesentliche Unterstützung. "Sehr erfreulich war, wie engagiert die einheimischen Schwestern und Pfleger mitarbeiten", sagt Schraml.

ZDF begleitet Helfer-Team

Bei diesem Einsatz wurden die Helferinnen und Helfer von einem Fernsehteam begleitet. Es entstand ein Beitrag, der anlässlich der ZDF-Spendengala "Ein Herz für Kinder" Anfang Dezember ausgestrahlt wurde.

Gemeinsam mit den Kameraleuten besuchte Schraml auch Kinder in deren Zuhause. Die Bilanz der Medizinerin ist ernüchternd: "Es war äußerst deprimierend, wie groß zum Teil die Armut ist und wie rasch in Tansania die Schere zwischen Arm und Reich auseinandergeht."

Die achtköpfige Familie der kleinen Shaksia lebe auf 16 Quadratmetern. Die ebenfalls achtköpfige Familie von Upendo und Daima, zwei junge Frauen, die Schraml bereits vor sechs Jahren operiert hatte, leben sogar auf nur 14 Quadratmetern in einer Lehmhütte. Upendo macht im Usa River Rehabilitation Centre eine Ausbildung zur Schneiderin, Daima arbeitet in einem Hotel. Beide Mädchen können nun mit Unterstützung des Feuerkinder-Teams ihre äußerst armen Eltern und die jüngeren Geschwister unterstützen.

Trinkwasser und Grundnahrungsmittel

Die Helfer der Aktion Feuerkinder kauften Trinkwasser und Grundnahrungsmittel, berichtet Medizinerin Schraml. Geplant sei außerdem, ein neues Haus für die Familie in einer anderen Gegend zu errichten, die weniger mit extremer Trockenheit zu kämpfen hat. „Am Beispiel von Upendo und Daima wird das Ziel der Arbeit des Feuerkinder-Projektes deutlich: Dass behinderte Kinder ihre Beine und Arme benutzen können, in die Schule gehen, einen Beruf erlernen oder studieren, um so aus der Spirale der Armut zu gelangen“, fasst die Ärztin zusammen.

In Gesprächen mit dem neuen Bischof der Meru-Diözese und den Verantwortlichen des Reha-Centers hat Schraml die Gründung eines Fonds zur Unterstützung von sehr armen Patienten, die die medizinische Behandlung nicht bezahlen können, in die Wege geleitet. Außerdem schaffte sie es, dass die Dorfarbeit wieder intensiviert wird. Für beide Zwecke wurden je 5000 Euro zur Verfügung gestellt. "Aus dem Fond werden unter anderem Grundnahrungsmittel für arme Familien oder Schulgeld für behandelte Kinder bezahlt", erklärt Schraml. Angesichts der extremen Armut in Tansania bittet sie weiterhin um Spenden.

Spendenkonto

Kontoinhaber: Stiftung Hilfen für Tansania

Bankverbindung: Evangelische Bank eG,

IBAN: DE09 5206 0410 0003 5099 82

Stichwort: Spende Aktion Feuerkinder 

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