Donnerstag, 15.11.2018

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Geschafft: Zeugnisübergabe an Feuchter Realschule

Auszeichnungen engagierter Jugendlicher und Jahrgangsbester im Mittelpunkt - 25.07.2018 11:07 Uhr

Nach der Zeugnisübergabe: Fünf zehnte Klassen versammeln sich auf den Stufen der Reichswaldhalle zum Erinnerungsbild. © Alex Blinten


Dieser Moment bleibt: Links und rechts die Freunde und Klassenkameraden auf den Stufen vor der Reichswaldhalle, vorne die Eltern und lachende Lehrer und viele Väter und Mütter, die fotografieren. Endlich frei, endlich Schluss mit Schule. Die Jungen und Mädchen der 10. Klassen an der Staatlichen Realschule Feucht strahlen. Sie haben ihre Abschlusszeugnisse in der Hand und sind jetzt Hauptdarsteller im großen Abschlussevent, der da heißt: Gruppenfoto.

Feuerwehreinsatz kurz vor Zeugnisvergabe

Kurz zuvor hat Schulleiter Christian Schütz zusammen mit seiner Stellvertreterin Susanne Steiner den Absolventen die Zeugnisse überreicht. Wobei den beiden der Stress kaum anzumerken war, dem sie noch am Nachmittag ausgesetzt waren. In der Schule hatte es einen Feueralarm gegeben. Polizei und Feuerwehrleute waren im Gebäude, das ganze ging dann glücklicherweise glimpflich aus. Offenbar war in der Schulküche etwas angebrannt, ein größerer Schaden entstand dabei nicht.

"Netter Versuch, hat aber nicht geklappt", kommentierte Schütz den Vorfall augenzwinkernd. Sonst hätten die Realschüler möglicherweise "Hurra, die Schule brennt" singen können. Alles im grünen Bereich also, so dass Schüler, Lehrer und Eltern gemeinsam ganz entspannt den Abschluss feiern konnten.

Schwierige Zeiten aussitzen

Schütz erinnerte an gute und auch an schwierige Zeiten in den zurückliegenden Jahren. Bei Problemen machte der Schulleiter den Jungen und Mädchen immer Hoffnung: "Wenn es schwierig wurde, habe ich Euch gesagt, dass ich Euch in ein paar Jahren hier das Abschlusszeugnis überreichen will." Manchmal, das weiß Schütz, muss man mit den jungen Leuten nur Geduld haben. "Da muss man schwierige Zeiten einfach aussitzen."

Apropos schwierige Zeiten: Schütz ist wie viele Eltern ein Kind der 70er und ein Jugendlicher der 80er Jahre. Prägend für diese Generation waren der Atomunfall von Tschernobyl, Waldsterben, Wackersdorf und die Wiedervereinigung. Junge Leute in den 80ern machten sich Sorgen, engagierten sich, protestierten. "Die größte Angst meines Sohnes ist heute, dass der Akku seines Handys leer sein könnte", sagt Schütz.

Er beobachtet, dass viele junge Leute keine Zeitungen mehr lesen, keine Nachrichtensendungen im TV sehen, sich stattdessen in den Filterblasen der sozialen Netzwerke bewegen und ihre Informationen aus Youtube beziehen. Sein Appell deshalb an die scheidenden Schüler: "Engagiert Euch und verlasst Eure Informationsfilterblasen." Am Ende der Rede von Schulleiter Schütz steht dann der Wunsch, dass die Jungen und Mädchen aus ihrer Schulzeit Engagement, Kritikfähigkeit und Menschlichkeit mitnehmen.

Viele engagierte Schüler

Dass es an der Realschule viele engagierte Schüler gibt, zeigen die Auszeichnungen, die die Elternbeiratsvorsitzende Silke Wernig zusammen mit ihrer Stellvertreterin Barbara Macher verleiht - an die Jungen und Mädchen des Erste-Hilfe-Teams, die Mitglieder der Schülermitverwaltung, an das Technik-Team und an die Mannschaft der Streitschlichter.

Die beiden Schülersprecher Emely Jädicke und Leon Tschörtner zogen in ihren Reden Parallelen zum Fußball, klar, im Jahr der Fußballweltmeisterschaft bot sich das an. Womit die beiden nicht gerechnet hatten, als sie sich vor Wochen auf den Abend vorbereiteten, war der Absturz der deutschen Elf. 10. Klasse - das ist so, wie als Mannschaft im WM-Team spielen, sagen die beiden Schülersprecher, mit Trainingseinheiten und Team-Building. Da gibt es Parallelen zum echten Fußball. Was das Ergebnis betrifft, sind die Jungen und Mädchen der Feuchter Realschule jedenfalls deutlich besser als die Löw-Buben.

Schulleiter Christian Schütz (2.v.l.) gratulierte den Jahrgangsbesten © Blinten


Norbert Reh beglückwünschte als stellvertretender Landrat die Absolventen im Namen des Landkreises und lobte die Realschule Feucht: "Eine sehr beliebte und besondere Schule." Den Jungen und Mädchen riet er, sich bei der Berufswahl auch mal bei den Handwerksberufen umzusehen. Hier gibt es kaum Arbeitslosigkeit, dafür aber beste Perspektiven.

Unter den Gästen der Abschlussfeier waren auch der Vorsitzende des Realschul-Fördervereins, Werner Kuhndörfer, und Norbert Mailer von der Raiffeisenbank Altdorf-Feucht, die erneut die Zeugnismappen spendierte. Den musikalischen Rahmen gestaltete die Schulband zusammen mit Musiklehrer Pavel Sandorf. Einen Sonderapplaus gab es dabei für den jungen Violinisten Tristan Schneider, der kürzlich den Mittelfränkischen Realschul-Oskar für sein herausragendes Können erhielt. Die Jahrgangsbesten sind Niklas Kunzmann, Samuel Ghinet, Annika Schmidt, Katharina Hummel und Svenja Schramm. 

Alex Blinten

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