Dienstag, 20.11.2018

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Kaputter Fahrkartenentwerter sorgt für Ärger in Feucht

Bis der Automat wieder funktionsbereit ist vergehen meist mehrere Minuten - 30.06.2018 14:44 Uhr

"Ausser Betrieb" sagt das Fensterchen nach dem Stempeln und braucht eine Erholungsphase von exakt vier Minuten – bis die Anzeige wieder verschwindet und der Apparat erneut betriebsbereit ist. © Spandler


Wer also auf seiner Karte mehrere Personen mitfahren lassen will und deshalb öfter stempeln müsste, hat Pech. Ebenso gibt es Schwierigkeiten, wenn der Andrang groß ist und mehrere Personen den Apparat hintereinander benutzen wollen. Reklamationen eines Bahnkunden haben bisher nichts gebracht.

Das Gerät ist das einzige auf der Seite des großen Pendler-Parkplatzes und entsprechend gefragt. Vielleicht ist es deshalb überlastet und kaputt gegangen. Den Kundenservice hat das bisher allerdings nur am Rande interessiert. Unser Leser Rainer Lang hat sich dort gemeldet und erhielt eine freundliche, aber unverbindliche Antwort sowie die Mitteilung, dass sein Anliegen weiter an die DB Vertrieb GmbH in Berlin geleitet wurde. Ferner wurde ihm eine Mail-Adresse genannt, die ihm weiterhelfen sollte und an die er sich Mitte Mai mit seiner Beschwerde wandte. Antwort bekam er bis heute keine, ebenso wenig wurde der Entwerter repariert.

„Ausser Betrieb“

Für die Kunden der Bahn bestehen also weiterhin die Unannehmlichkeiten mit dem Automaten: Er stempelt ein- oder zweimal, dann erscheint in einem kleinen Fenster die Meldung "ausser Betrieb". Nach genau vier Minuten verschwindet die Anzeige wieder und der Automat ist wieder bereit zu arbeiten, aber er stempelt eben nur ein- oder zweimal. Danach muss der Kunde wieder eine vierminütige Wartezeit in Kauf nehmen oder die 21 Stufen hinabsteigen durch die gesamte Bahnhofsunterführung gehen, die 24 Stufen zu Gleis 1 hochlaufen, wo es zwei weitere Entwerter gibt, die derzeit funktionieren, und anschließend wieder auf das entsprechende Gleis zurückkehren. Für ältere oder eingeschränkte Fahrgäste nicht gerade der optimale Service.

Was Kunden wie Rainer Lang besonders erbost, ist zum einen, dass es schließlich Wartungs- und anderes Personal wie auch DB-Sicherheitskräfte gibt, die regelmäßig vor Ort sind und sich offensichtlich nicht zuständig fühlen. Zum anderen hat er sich über die Reaktionen geärgert, die seine Reklamation hervorrief und die er als "Ignoranz" bezeichnet. Maren Reinsch von der Abteilung Kundendialog schrieb ihm zwar, dass sie sich freue, wenn sein Anliegen abschließend geklärt werden könne.

Seine Frage, wie häufig die Apparate denn auf Funktionsfähigkeit kontrolliert würden, konnte sie nicht beantworten. Auch sechs Wochen nach seiner Beschwerde in der Abteilung „Automatenmeldung“ der Deutschen Bahn reagierte man nicht auf sein Schreiben. Ein bisschen mehr Glück hatte da der Bote: Auf unsere Nachfrage dort erhielten wir noch am gleichen Tag zumindest eine Bestätigung, dass die Beschwerde eingegangen ist, und auch eine Entschuldigung. Gleichzeitig wurde mitgeteilt, dass die Störung am Entwerter aufgenommen wurde. "Diese wird von der Fachabteilung nun geprüft und anschließend behoben", verspricht der DB Vertrieb. Die Feuchter Bahnfahrer sind gespannt.

  

Gisa Spandler

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