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Ochenbruck: Lösung für Starkregen-Probleme gefunden

Ökologische und kostengünstige Alternative gegen Hochwasser in Industriegebiet - 31.03.2017 16:06 Uhr

In der Vergangenheit flossen hier regelmäßig Keller voll, wenn es stark regnete. Die Kanalisation war bei Starkre­gen regelmäßig überlastet. Richtig schlimm sah es letztmals im Juli ver­gangenen Jahres aus, als die Werner­von- Siemens-Straße überschwemmt war und das Wasser in die dorti­gen Anwesen lief. Abhilfe musste dringend geschaffen werden.

In der Vergangenheit hatte man beim Ka­nalisations- Zweckverband Schwarzachgruppe (KZV) überlegt, einen Oberflächenkanal durch das Gelände des Schwarzenbrucker Bauhofs bis zum Mühlbach zu bauen. Weil diese Lösung aber über eine Million Euro gekostet hätte, suchten die Verantwortlichen nach einer Alternative.

Die fand sich in der Planung eines Versickerungsbeckens. Ein kurzer Kanal von der Werner-von-Siemens-Straße leitet bei Starkregen das Was­ser in dieses Becken. Die Lösung ist nicht nur ökologischer als die Zu­leitung zum Mühlbach, sie ist auch sehr viel kostengünstiger. Kalkuliert hatten die Planer zunächst mit Kos­ten von rund 300.000 Euro, am Ende kostet die Anlage des Beckens den Kanalzweckverband 230.000 Euro.

Wald gerodet

Für den Bau des 2000 Quadratme­ter großen Beckens musste der KZV ein Waldgrundstück erwerben und roden, bei Lindelburg wird es dafür eine Ersatzaufforstung geben. Rund 3000 Kubikmeter Erdreich wurden für den Beckenbau ausgebaggert. Im Anschluss an die Abnahme des Bauwerks in Ochenbruck lobte der KZV-Vorsitzende Heinz Meyer die gute Arbeit der ausführenden Bau­firma Carl Heuchel aus Nördlingen, mit der der Zweckverband bereits bei einem Bau in Ezelsdorf gute Er­fahrungen gemacht hatte, außerdem die Leistung des Planers Dr. Volker Schaardt.

Im Herbst 2016 begannen die Ar­beiten, die Fertigstellung erfolgte vor wenigen Tagen. Jetzt muss nur noch die Bepflan­zung auf den Böschungen des Versickerungsbeckens anwachsen. Hier hat man Gras ausgesät. In drei Monaten werden die Beckenwände dann grün sein. Weil der Zufluss bis dahin verschlossen bleibt, hoffen jetzt alle, dass es innerhalb des nächsten Vierteljahrs keinen starken Regen geben wird. 

Alex Blinten

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